Pintics – viel mehr als ein Pinterest Analytics Tool

Ich habe bisher schon einige Social Media Analyse Werkzeuge für Pinterest besprochen. Pintics geht weit über diese hinaus und bildet den gesamten “Funnel” ab. Man sieht nicht nur, wie erfolgreich einzelne Boards sind. Das ist wie in den anderen Tools: Fans, Likes und Repins werden angezeigt. Sondern man kann, wenn man Google Analytics benutzt, auch noch Visits, PageViews, die Bounces und, wenn bewertete Conversions erreicht wurden, die induzierten Sales sehen. Die Zahl der Pins sollte vielleicht noch ergänzt werden, sie fehlt noch in der Übersicht.

Pintics Übersichts Dashboard

Pintics Übersichts-Dashboard

Pintics unterscheidet drei Ebenen der Analyse. Es gibt das Übersichts-Dashboard, in dem das Ergebnis eines Accounts zusammenfasst wird. Eine Ebene tiefer liegen die Boards. Man erhält die gleichen Werte, die es schon im Übersichts-Dashboard gibt und eine Ebene weiter die Pins.

Pintics Ergebnisse Boards

Pintics: Boards Übersicht

Das ist auf der Ebene der Boards bereits jetzt – das Produkt ist in der Beta-Phase – sehr übersichtlich gelöst. Wenn es Pins gibt, die zu groß sind, um diese in der Tabelle sauber darzustellen, werden diese wie bei Pinterest selbst beschnitten. Leider fehlen in der Tabelle noch relative Werte, sowie die Zahl der Pins. In Webtrends, einem Tool der Enterprise-Klasse, gibt es hierfür die “Calculated Measures”. Vielleicht kommt diese Funktion ja in einer Professional Version von Pintics.

Zudem wäre es hilfreich, wenn man die Zahlen als CSV exportieren könnte. Dann wären eigene weitere Berechnungen mit weniger Aufwand möglich. Auch dies ist eine Funktionalität, die in eine Professional Version eingebaut werden sollte. Bei Curalate gibt es diese Download-Möglichkeit.

Pintics Pins Übersicht über alle

Pintics: Pin Übersicht (alle)

Eine entsprechende Übersicht gibt es auch über alle Pins. Allerdings werden die Pins hier immer in ihrer vollen Länge angezeigt, was die Darstellung bei Infographiken etwas unübersichtlich macht. Behebbar ist dies – schließlich unterscheidet sich das Template kaum vom vorhergehenden.  Zusätzlich gibt es noch eine weitere Darstellung auf der Ebene der Boards.

Pintics Pin Boards Popular

Pintics: Pin by Boards (Popular)

Diese ist zweigeteilt. Es gibt die Popular Pins und in der nächsten Abbildung die erfolgreichsten Pins hinsichtlich Traffic.

Pintics Boards Traffic from Pins

Pintics: Pin by Boards (Traffic)

In diesen Darstellungen wird der Umsatz nicht mehr angezeigt. Diesen müsste man, wenn er relevant ist, in der Einzelübersicht ablesen. Der Raum wird an dieser Stelle für den Verlauf der Metriken innerhalb der vergangenen sieben Tage benutzt. Ein Verschieben der Grafik an den  Kopf und damit einhergehend eine etwas größere Darstellung wären vorteilhaft. Leider werden auch in dieser Darstellung die besonders langen Pins nicht begrenzt.

Ein ausgesprochen nützliches Werkzeug

Auch wenn es hinsichtlich der Darstellung und der Ergonomie noch einigen Verbesserungsbedarf gibt: In Kombination mit Google Analytics bietet Pintics das, was man sich für Social Media wünscht – es wird nicht nur innerhalb der Plattform analysiert, sondern auch noch der Erfolg, der auf der eigenen Website erzielt wird. Dabei wird selbst ein kritisches Moment hinsichtlich Pinterest berücksichtigt. Viele der generierten Referrals enden in Bounces. Diese werden ausgewiesen und können eliminiert werden. Da stört es kaum, dass über der Tabelle ein Prozentzeichen steht, obwohl es sich um die absolute Zahl von Visits handelt.

Im Vergleich zu Pinerly ist der Aufwand sehr viel geringer, wenn man mit Google Analytics arbeitet, weil nicht jeder Pin einzeln getaggt werden muss. Allerdings funktioniert die Erfolgsmessung nur für die eigene Website. Dafür werden nicht nur Referrals gemessen – auch Conversions werden in die Analyse einbezogen.

Demnächst soll es noch einen Scheduler für das zeitgesteuerte Pinnen geben. Das ist eine Funktionalität, die sich viele Pinner wünschen. Ich drücke den Jungs derweil die Daumen. Sie leisten eine großartige Arbeit. Wie geschrieben Pintics ist beta. Derzeit kann man sich für einen kostenlosen Test registrieren.

Für die Technikspezialisten noch ein Hinweis: Wenn Sie einen Google Analytics Admin-Account verknüpfen, wird automatisch der Traffic aller enthalten Accounts analysiert.

Bedanken mochte ich mich noch bei den aktiven Teilnehmer der deutschen Pinterest Gruppe auf Facebook. Ohne Euch wären meine Tests viel schwerer relaisierbar.

Weitere Tools & Ansätze zur Pinterest Analyse

Pinerly – bald nicht mehr nur ein Pinterest Analytics Tool

PinReach – ein Pinterest Analytics/Insights Tool

Pinfluence – ein Klout für Pinterest & Analytics Daten

Repinly – Pinterest Statistik

Pinterest: Tracking von Pins der eigenen Website mit Google Analytics

PinAlerts -tracken welche Pins von der einen Website gesetzt wurden

Anforderungen an Pinterest Analytics & Monitoring

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Herleitung von KPIs (Teil 4 Facebook Insights Guide )

Für mich ist der Umgang mit dem dem Begriff KPI (Key Performance Indicator) immer wieder überraschend. Auffällig ist aus meiner Sicht zunächst was alles als KPI benannt wird, es jedoch ganz sicher nicht sein kann. Dann aber auch Listen von KPIs, die als der Weisheit letzter Schluss verkauft werden.

Deshalb halte ich eine Begriffsklärung auch hinsichtlich der Entwicklung von KPIs aus den Daten der Facebook Insights für absolut notwendig. KPI setzt sich auf drei Worten mit eigener Bedeutung zusammen. Richtig verständlich wird der Begriff, wenn man ihn in ungekehrter Reihenfolge erläutert:

  • Indicator Bei dem Wert handelt es sich um einen Indikator für etwas. In den ersten Teilen des Guide wurde der Begriff Indicator recht oft benutzt. Ein Indikator steht immer für etwas, das man wissen möchte – nicht zwingend direkt – aber möglicherweise indirekt.
  • Performance  Performance zeigt immer eine Veränderung an. Performance Indikatoren sind also immer Werte, die eine Entwicklung verdeutlichen. Im Zusammenhang dieses Beitrags wäre also nicht die Zahl der Fans der Performance Indikator, sondern die Veränderung der Zahl der Fans.
  • Key KPIs sind die wichtigen Performance Indikatoren, die  dem Management auf den ersten Blick zeigen sollten, wie die Performance in der jeweils beobachteten Periode war. Allgemein sollte man davon ausgehen, dass es sich in diesem Zusammenhang nicht um mehr als fünf bis sieben Werte bzw. Wertebündel handeln kann. Beachten sollte man auch, dass Anwender – wie im realen Leben – mitunter auch verschiedene Schlüssel benötigen. Ein Social Media-Redakteur benötigt andere Zahlen als der Leiter des Online-Marketing, als der Geschäftsführer etc.

Damit sollte auch schon klar geworden sein, dass in diesem Beitrag nicht “die” KPIs hergeleitet und genannt werden – zumal aus den Facebook Insights heraus ohne Verbindung mit weiteren Daten der Web-Analytics nicht alle relevanten Fragen beantwortet werden können – noch kann Facebook isoliert analysiert werden. Deshalb werden Leitlinien für die Entwicklung von KPIs formuliert.

Das Web-Analytics Verfahren

Die wichtigste Prämisse bei der Entwicklung von KPIs sollte im Unternehmen darin bestehen, vergleichbare Werte für die Performance verschiedener Marketing-Aktivitäten zu generieren. Diese müssen bewertet und gewichtet werden, um die Vergleichbarkeit der Werte zu gewährleisten. In diesem Rahmen müssen Social Media mit der Einzelaktivität Facebook auch eingeordnet werden. Deshalb können an dieser Stelle keine KPIs entwickelt werden, die immer gültig sind – wohl aber Vorschläge, Leitlinien für ein Vorgehen.

Freilich ist es so, dass es für Social Media andere Kenngrößen gibt als für Fernsehen oder Zeitschriften. Warum sollte man aber die Leistung eines Postings nicht mit der Leistung eines E-Mail Newsletters vergleichen? Die erzielbaren Resultate können ähnlich sein.

Aus dieser Situation heraus ist klar, dass es bestimmte Anforderungen des allgemeinen Marketing, bzw. der Geschäftsleitung an die Datenaufbereitung geben kann. Gleichzeitig gibt es natürlich auch Anforderungen aus der ausführenden Abteilung bzw. vom Social Media Team.

Wie in den Web-Analytics üblich, sollte ein Workshop durchgeführt werden, um beispielsweise mittels Metaplan-Technik, die Anforderungen zu sammeln und zu bewerten. Anschließend können die KPIs entwickelt werden.

Anpassung an das im Unternehmen übliche Berichtswesen 

Besonders bei größeren Unternehmen gibt es in der Regel schon ein ausgeprägtes Berichtswesen. KPIs müssen in diesen Kontext eingeordnet werden. Es muss eine Anpassung stattfinden. Allerdings sollten die KPIs im Rahmen eines Gegenstromverfahrens entwickelt werden. Facebook und andere Social Media Plattformen haben Besonderheiten, die zu berücksichtigen sind. Durch ein Top-Down-Verfahren gingen diese verloren, genauso würde der Anschluss an das übliche Reporting vermutlich verfehlt, wenn nur Bottom-up gearbeitet würde.

Für jede Zielgruppe im Unternehmen gibt es ein eigenes Dashboard mit der jeweils passenden Datendichte. Richtig und wichtig ist dabei, dass es ein oder zwei KPIs gibt, die alle Adressaten nutzen. So kann das gemeinsame Verständnis von der Performance entwickelt werden.

Verschiedene Plattformen beachten

Bei der Konstruktion sollte – eigentlich selbstverständlich – auch beachtet werden, dass die KPIs einen Performance-Vergleich mit anderen Plattformen erlauben. Das soll nicht heißen, dass es keine KPIs zu Besonderheiten einzelner Plattformen geben soll. Eine isolierte Betrachtung von Facebook alleine ist nicht sinnvoll – auch wenn dies aufgrund seines Gewichts und des Grades an Ausdifferenzierung der Insights einige Vorgaben machen darf.

Der Aufbau der KPIs kann also – wenn man dies grob hierarchisch sieht – so erfolgen, dass KPIs pro Plattform entwickelt werden. Diese müssen zumindest zum Teil miteinander vergleichbar sein. Beispielsweise können Indikatoren im Zusammenhang mit Fans auf Facebook und Followern auf Twitter stehen.

Datenspeicherung nicht nur für Dashboards

Eine Frage, die auch beantwortet werden sollte: Wie werden die KPIs aufbereitet und wo sind diese zu finden? Insgesamt sollte bereits klar geworden sind, dass beispielsweise die Zahl der Fans nicht wirklich ein KPI ist, der Performance-Aspekt würde nicht hinreichend berücksichtigt, auch wenn diese Zahl natürlich kommuniziert werden muss. Das Ziel sollte darin bestehen, ein regelmäßiges Reporting aufzubauen, so dass eine Dokumentation über einen längeren Zeitraum möglich ist. Durch Umstellungen im Reporting von Facebook kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Schwierigkeiten, so dass es ratsam ist, die Werte aus dem Tool zu exportieren, um diese an einer sicheren Stelle zu archivieren, wenn nicht ohnehin ein Werkzeug eingesetzt wird, das diese Aufgabe automatisiert übernimmt.

Es gibt Werkzeuge, wie allfacebookstats.com, die gegen Bezahlung länger Daten speichern als Facebook selbst – allerdings auch nur für Facebook. Arbeitet man breiter, mit mehreren Plattformen, dann ist es, wenn man das angehen sinnvoller, die Daten gleich systematisiert in einem Tool abzulegen. Mit Metricly und Unilizer gibt es Dienstleister, die eine solche Aufgabe übernehmen und es gleichzeitig ermöglichen ein aggregiertes Dashboard aufzubauen. Die Facebook Insights-Daten werden per API importiert. Nachfolgend eine Beispielabbildung für ein solches Dashboard:

Unilizer Dashboard

Unilizer Dashboard

Standard Dashboards und KPIs

Ob Tools wie Metricly oder Unilizer den Ansprüchen genügen, muss im Unternehmen selbst beurteilt werden. Häufig ist es zwar so, dass die für Social Media oder Online allgemein Zuständigen durchaus mit den Tools zufrieden sind. Marketing-Verantwortliche in größeren Unternehmen wünschen sich dagegen oft eine andere Darstellung bzw. Funktionsweise. Selbst wenn Werkzeuge wie Crystal Reports im Einsatz sind, soll das “Online-Reporting” oft genug in Excel erfolgen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Das Programm ist auf allen Rechnern im Unternehmen installiert, die Dateien lassen sich leicht verbreiten und die Mitarbeiter können damit umgehen.

Visuelle Aufbereitung der KPIs

Daneben muss darüber entschieden werden, wie die Werte aufbereitet werden sollen. Im Dashboard werden gute Vorschläge gemacht. In der folgenden Abbildung stehen diese am Kopf, die konkreten Werte sind ausgegraut:

KPIs am Seitenkopf der Facebook Insights

Facebook Insights Dashboard

Facebook schlägt als KPI also folgende Werte vor:

  • Total likes
  • Friends of Friends
  • People Talking About This
  • Weekly Total Reach

Es fällt auf, dass kein Wert genannt wird, der sich direkt auf die Zahl der Fans bezieht. Dazu weiter unten mehr.

In der folgenden Abbildung wird die visuelle Aufbereitung deutlicher:

KPI "Total Likes" / "Gefällt mir" aus den Facebook Insights

KPI “Total Likes” / “Gefällt mir” aus den Facebook Insights

Genannt wird also ein absoluter Wert – “45.340″ – ein visueller Hinweis auf die Entwicklung (der grüne Pfeil) und die prozentuale Veränderung im Analysezeitraum, die wiederum auch durch eine farbliche Akzentuierung hervorgehoben wird. Entsprechendes kann man auch mit Excel realisieren:

KPI "Total Likes" / "Gefällt mir" aus den Facebook Insights - Umsetzung in Excel

KPI “Total Likes” / “Gefällt mir” aus den Facebook Insights – Umsetzung in Excel

In Excel kann automatisiert eine ganz ähnliche Anmutung erzielt werden. Der zu sehende Pfeil ist eine bedingte Formatierung auf der Basis der Veränderung. Um flexibler formatieren zu können, sollte der Pfeil ohne Anzeige des Wertes in einer eigenen Zelle positioniert werden.

Welche KPIs? – Gibt es doch Standards?

Diese Frage kann mit einem klaren Jein beantwortet werden. Aus meiner Sicht lassen sich aus den Facebook Insights selbst nur begrenzt KPIs herleiten, die für alle Ebenen im Unternehmen von Interesse sind.

Der Grund hierfür: Facebook ist genauso wie Twitter, Google+, oder ein Blog kein Selbstzweck. Die erreichte Performance muss in Relation zum wirtschaftlichen Erfolg gesehen werden. Dieser ist durch die Insights alleine nicht zu beurteilen. Die Werte sind lediglich mehr oder weniger starke Indikatoren. Dennoch ist es so, dass die von Facebook gemessenen Werte natürlich die Grundlage für weitere Kalkulationen bilden.

Aufgrund der enormen Reichweite von Facebook und der durchaus elaborierten Herangehensweise an die Datenerhebung und deren Präsentation kann man davon ausgehen, dass Facebook eine Struktur vorgibt, die von den anderen Social Media Plattformen adaptiert werden muss. Anders formuliert: Selbst wenn die anderen Plattformen nichts ändern, so werden die verfügbaren Daten dieser Netzwerke in die von Facebook vorgegebene Struktur eingepasst.

Deutlich wird das insbesondere durch die folgenden drei Abbildungen. Facebook hat mit seiner Umstellung der Insights im vergangenen Jahr eine neue Strukturierung der Messung von Interaktivität vorgegeben. Diese wurde von mir auch für Twitter und Pinterest aufgefüllt.

Facebook Measures

Facebook Measures

Twitter Measures entsprechend Facebook Struktur

Twitter Measures entsprechend Facebook Struktur

Pinterest Daten in Facebook Struktur

Pinterest Daten entsprechend Facebook Struktur

Es ist sogar anzunehmen, dass Facebook am Kopf seines zentralen Insights Dashboards mit Bedacht auf den Fan-KPI verzichtet hat. Fans sind eben nicht gleich Fans und der Zuwachs an dieser Stelle  bedeutet grundsätzlich nicht viel. Man sollte den Wert etwa mit der Auflage einer Zeitung vergleichen. Diese wird für einen Inserenten auch erst dann sinnvoll, wenn das gedruckte Exemplar von einem Leser in die Hand genommen wird und er möglichst auch noch die Seite aufschlägt, auf der sich die Anzeige befindet.

Aus dieser Perspektive sind natürlich die Reichweite der Postings und die daraus resultierenden Interaktivitätswerte erheblich spannender. Schaut man allerdings auf Twitter und Pinterest, so wird das mit der Reichweite nichts. Entsprechende Werte werden nicht erhoben bzw. können aufgrund der technischen Struktur nicht bestimmt werden. Allerdings wäre die Reichweite einer Nachricht mit anderen Werten aus dem Online-Marketing recht gut vergleichbar: Beispielsweise den geöffneten E-Mails einer Newsletter-Versendung oder den Impressions eines Blog-Posts.

Der “Auflagen”-KPI: Fans, Follower etc.

Auch wenn Facebook offensichtlich keinen KPI direkt in sein Dashboard einbaut, so  ist es dennoch notwendig, einen zu konstruieren. Ob dieser alleine aus der Zahl der Fans und der Veränderung derselben aufgebaut werden müsste, sei dahingestellt. Ein Basiswert kann ausreichend sein – zumal dieser einfach zu kommunizieren ist und weitere Informationen durch zusätzliche KPIs ausgedrückt werden können.

Bei der Konstruktion eines komplexeren Wertes ist allerdings darauf zu achten, dass in die Formel zur Bestimmung des KPI nur Werte eingehen, die in vergleichbarer Weise für alle betriebenen Social Media Plattformen gewonnen werden können.

Der Reichweiten KPI

Auch wenn es für andere Plattformen mitunter keine Reichweiteninformationen für die eigenen Aktivitäten gibt, so sollte diese für Facebook und die übrigen Plattformen, für die entsprechende Informationen generierbar sind, in einen KPI umgesetzt werden.

Bei Facebook wäre dies die gesamte Wochenreichweite und die Veränderung derselben im Untersuchungszeitraum.

Der Interaktions-KPI

Interaktionswerte gibt es für alle Plattformen – auch wenn Facebook hier den komplexesten Ansatz hat. Deshalb stellt sich die Frage, ob hinsichtlich des KPI die “Engaged Users” nicht außen vor gelassen werden sollen, da es für andere Plattformen keinen vergleichbaren Wert gibt – auch wenn gerade diese Größe ausgesprochen interessant hinsichtlich der Nutzung von Meldungen ist. Gerade bei der Bestimmung des optimalen Posting-Zeitpunkts für Facebook sollte dieser eine wichtige Rolle spielen. Wenn es um den Vergleich mit den anderen Plattformen geht, muss er für die Bildung der KPIs leider ausscheiden.

Der KPI kann als Indexwert hinsichtlich des Erfolgs einer Meldung wie folgt aufgebaut werden:

(Reichweite / Fans)*0,4 + (Engaged Users / Fans)*0,2 + (Talking about this / Fans)*0,2 + ((Virality*Reichweite)) / Fans)*0,2

Als KPI, der in ein Reporting eingeht, das mit anderen Plattformen verglichen werden sollte, könnte er beispielsweise wie folgt definiert werden:

(Talking about this / Fans)*0,2 + (Virality/Fans)*0,2

Der Referral-KPI

Aus den Facebook Insights ist diese Kennzahl nicht ablesbar. Es geht darum, wieviele Referrals eine Social Media Plattform der damit kommunikativ unterstützten Website liefert sowie deren Entwicklung. Der Wert ist für E-Commerce-Angebote und markenorientierte Angebote ausgesprochen relevant. Für serviceorientierte Angebote ist der KPI i.d.R. weniger relevant. Beachten sollte man allerdings, dass Referrals an sich letztlich keinen Wert haben, wenn die Nutzer nicht tiefer in das Angebot klicken. Ich empfehle deshalb für die Konstruktion des KPI nur solche Visits zu verwenden, die mindestens zwei Page Impressions lang sind. Es handelt sich also um die Summe der Visits abzüglich der Bounces. Alternativ kann man den KPI auch bezüglich bestimmter zu definierender Konversionen definieren.

Gemessen werden in der Regel erreichte Visits, des Zielangebots und deren Entwicklung.

Hier geht es zu den bisherigen Teilen:

Teil 1
Teil 2
Teil 3 

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Reichweiten-Entwicklung Social Networks USA: Facebook konstant, Google+ rückläufig

  • Facebook: Nutzung konstant
  • Google+: Nutzung leicht rückläufig
  • Pinterest: Zeit des gigantischen Zuwachses vorbei
  • MySpace: Wieder Reichweitenzuwachs

Am erstaunlichsten war diesen Monat, die Umstellung des Interfaces bei compete.com. Dort muss man sich inzwischen einloggen. Überraschen war auch die generelle Korrektur der Reichweitenwerte nach unten. Das betrifft auch die Vergangenheitswerte. Ich habe mir nicht die Mühe gemacht nachzurechnen – überschlägig wurden die Unique Visitors um weniger als fünf Prozent nach unten korrigiert. Da lässt sich verschmerzen.

Sehr viel spannendes passiert derzeit nicht. Hinsichtlich Pinterest muss man feststellen, dass entgegen anders lautender Meldungen die Reichweite noch immer zunimmt – nicht mehr so stark wie noch vor wenigen Monaten, aber immerhin noch um zwölf Prozent und damit stärker als die meisten anderen Netzwerke. Lediglich MySpace wächst einen Prozentpunkt stärker. Das ist die eigentliche Überraschung des April.

Reichweitenentwicklung Facebook in den USA (Quelle: compete.com)

Reichweitenentwicklung Facebook in den USA (Quelle: compete.com)

Bei Facebook steht der Börsengang an und in den USA tut sich bei der Reichweite wirklich nichts mehr. Der Zuwachs von knapp fünf Prozent im Verlauf der vergangenen zwölf Monate ist kaum der Rede wert. Die Nutzerzahl in den USA scheint ihre Wachstumsgrenze beinahe erreicht zu haben. Dafür wurde ja in Deutschland zugelegt.

Unique Visitors USA Mar. 2012 Apr. 2012 Dev. Month Dev. Year
Facebook

152.644.185

154.573.438

1,26%

4,78%

Google+

20.649.673

20.201.117

-2,17%

-
Twitter

38.925.611

39.878.977

2,45%

44,99%

Pinterest

17.611.059

19.744.958

12,11%

3.981,71%

MySpace

19.064.402

21.579.107

13,19%

-34,36%

LinkedIn

26.776.989

25.719.853

-3,95%

59,07%

Flickr

17.642.005

17.666.191

0,14%

-17,89%

Photobucket

16.626.603

15.870.750

-4,55%

-22,67%

Quelle: compete.com

Die Zahl der Unique Visitors bei Google+ ging leicht zurück, bei Twitter stieg sie leicht. Flickr scheint ein stabiles Publikum zu haben, seit einigen Monaten passiert wirklich nichts mehr. Die Nutzerzahl bleibt konstant, auch wenn im Jahresvergleich ein Rückgang zu verschmerzen ist.

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PinAlerts

Mit PinAlerts kann man sich die jeweils neuen Pins, die unter

http://pinterest.com/source/Ihre_Domain/

angezeigt werden, per Mail zuschicken lassen. Das funktioniert für beliebige Domains. Man kann also auch Wettbewerber beobachten. Die Alerts kann man in verschiedenen Zeitschnitten für jede Domain getrennt bestellen: sofort, stündlich, täglich, pro Woche.

Pin Alerts anlegen

Pin Alerts anlegen

Das hört sich zunächst praktisch an, hat jedoch Haken:

  1. Es werden nur Pins erfasst, die mit dem Pinmarklet gesetzt wurden.
  2. Der Domain-Namen muss erhalten geblieben sein.

Je umfangreicher die Website, um so weniger nützlich ist da Tool. Die Daten kommen wie im folgenden Bild zurück:

PinAlerts - Alert

PinAlerts – Alert

Die Datenübergabe erfolgt als per strukturierter E-Mail. Wenn es direkt eine CSV wäre, würde das die Arbeit erleichtern.

Resümee

Das Tool ist in der Beta-Phase und kostenlos. Wenn es die Daten als CSV etc. geben sollte, dann wäre das toll. So muss geskripted werden, wenn man die Daten tiefgehender analysieren möchte. Zudem sie sie – systembedingt – löchrig. Für kleine Websites mit wenigen Pins ist es eine gute Hilfe.

So ist es ein nettes Werkzeug, um Wettbewerber zu beobachten. Den eigenen Erfolg misst man valider über die Analyse der Referrals abzüglich der Bounces.

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Pinterest für Unternehmen – der ultimative Guide für’s Marketing

Über Pinterest wird viel geschrieben und auch in Deutschland steigen die Nutzerzahlen. Wie Pinterest für Unternehmen funktioniert sollte erklärt werden. Deshalb, dieses eBook, PDF oder wie auch immer Sie dazu sagen möchten. Es sind 40 Seiten geballtes Wissen – kostenlos!

Zielgruppe des Dokuments sind mittlere und große Unternehmen sowie Dienstleister.

Aus dem Inhalt

1. Warum Pinterest
Was ist Pinterest? – Reichweitenentwicklunng – Viralität & SEO – hohe Referralrate – Pinterest ist positiv!

2. Für welche Unternehmen eignet sich Pinterest?

3. Vorbereitung der eigenen Website
Inhaltliche Fragen – Sharing-Dienst aktivieren – Lassen Sie sich folgen – wie Sie das Pinnen verhindern.

Pinterest für Unternehmen Der ultimative Guide für’s Marketing - PDF-Download

Pinterest für Unternehmen
Der ultimative Guide für’s Marketing – PDF-Download

4. Registrieren einer Pinterest Page
Wie registrieren? – der About-Text – SEO

5. Das Anlegen von Boards
Technische Aspekte – Planung – Follower – wieviele & welche Boards anlegen?

6. Anlegen von Pins
Bilder – Kurztext – Domain & Zieladresse

7. Pinterest-Werkzeuge – Analytics & Management
Was von der eigenen Domain gepinnt wird kontrollieren – PinReach – Pinpuff Pinfluence – Pinerly – Pintics – Repinly

8. Tracking der Pins mit Google-Analytics

9. Herausforderung des Pinterest Monitoring

10. Wann & wie PostenZeiträume – Postingmengen – Reihenfolge der Pins – Workflow

11. Wie Follower bekommen?
Follow me-Button –  Werbung auf der eigenen Website – Gewinnspiele – Bewerben in anderen Social Networks – bezahlte Werbung & Fans kaufen? – pinnen, liken, repinnen, folgen

 12. Vorsichtig wachsen

Direkt – SlideShare

PDF-Download

Hier können Sie “Pinterest für Unternehmen” direkt als PDF laden.

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Pinerly – bald nicht mehr nur ein Pinterest Analytics Tool

Pinerly wird wohl mal sowas wie Hootsuite für Pinterest. Das kurz vorweg. Nachdem ich in früheren Artikeln schon auf Pinerly verwiesen hatte, wurde ich gefragt, was ich zu dem Thema sagen kann. Tja – Pinerly ist noch stark in der Beta-Phase. Derzeit kann man damit Pins setzen. Diese werden mit einem Redirect versehen. So werden die Klicks auf diese Pins gemessen. Das ist eigentlich so, als ob man einen Shortener – z.B. bit.ly – benutzt, um mitzuzählen. Wenn man mit “Edit” bei Pinterest auf einen Pin geht, sieht man das unter “Link”:

Der Pinerly Redirect

Der Pinerly Redirect

Wie schon in meinem Artikel hinsichtlich des Pinterest Kampagnen Tracking mit Google Analytics beschrieben, bleibt der URL beim “Repin” erhalten. Man kann also auch nach dem “Repin” Klicks auf die Pins messen – sofern der URL nicht von einem “Repinner” manipuliert wird. Man könnte wohl sagen, dass ein zu großer Anteil an Messwütigen, die Qualität der Ergebnisse verschlechtert. Sicher ein kleiner Haken, der bei der Verwendung von Shortenern genauso existiert.

Allerdings hat die Nutzung von Pinterly an dieser Stelle noch einen weiteren Nachteil. Man sollte seine Domain nochmal in die Erläuterung zum Pin schreiben, da Pinterest die Pinerly-Adresse in die Visualisierung des Pins zieht:

Pin mit Pinerly Nutzung

Pin mit Pinerly Nutzung

Das ist schon ein wenig unschön. Prinzipiell könnte Pinterest eine solche Funktionalität auch selbst anbieten, dann könnte die finale Ziel-Domain im Pin stehenbleiben – zumindest bei professionellen Accounts und gegen Bezahlung.

Was man dann bei Pinerly als Ergebnis zu sehen bekommt, sieht schon gut aus:

Pinerly Reportansicht

Pinerly Reportansicht

Die Klicks auf Pins gehen mit wenig Verzögerung in die Statistik ein. Was “Likes” und “Repins” betrifft – man muss sich ein wenig gedulden. Sie brauchen etwas Zeit, bis die Daten aufgearbeitet sind. Dann bekommt man allerdings auch die gesamte potenzielle Reichweite für ein Pin angezeigt!

Scheduling-Werkzeug

Demnächst ist bei Pinerly ein Scheduling-Werkzeug geplant. Das ist spannend. Auch wenn es Versuche gibt, den optimalen Pin-Zeitpunkt zu bestimmen, so ist es aus meiner Sicht auf jeden Fall ratsam, Pins verteilt über größere Zeiträume zu setzen. Das ergibt auf dem Bildschirm der Nutzer einen besseren optischen Eindruck und erhöht die Zahl von “Likes” und “Repins”.

Nutzungsaufwand

Update (7.05.2012) Pinerly stellt nun ein Bookmarklet zur Verfügung. Der Nutzungsaufwand ist nun nicht mehr viel höher als bei der Nutzung des Pinmarklet von Pinterest. Die haben ein großes Lob verdient! Nun ist Pinerly auch weniger aufwändig als die Nutzung von Google Analytics.  Allerdings kann dabei besser gruppiert werden.

Pinerly Bookmarklet

Pinerly Bookmarklet

Datenmanagement

Mit einem Web Analytics Tool stehen erweiterte Auswertungs-Optionen zu Verfügung, die es mit Pinerly nicht gibt. Allerdings hat man in Pinerly auch die Werte hinsichtlich Likes und Repins gleich neben dem Pin stehen. Noch dazu kann man Klicks auf Pins messen, deren Ziel-URL auf eine fremde Page zeigt. Es ist also entscheidend, wie man mit den Daten weiter verfahren möchte.

Anmelden?

Ja – unbedingt! Das Analyse-Werkzeug ist noch in der geschlossenen Beta-Phase. Es kann also etwas dauern, bis man es nutzen darf. Ansonsten ist ein Tool zum zeitversetzten pinnen – so ein Buffer – durchaus hilfreich. Ich persönlich bin von der Pinerley URL in den Pins nicht begeistert. Aus der Sicht von Pinterest würde es sich durchaus lohnen, in guter alter Twitter-Manier Pinerly zu übernehmen. Es liefert die noch fehlenden Funktionalitäten bei Pinterest.

Weitere Tools & Ansätze zur Pinterest Analyse

PinReach – ein Pinterest Analytics/Insights Tool

Pinfluence – ein Klout für Pinterest & Analytics Daten

Repinly – Pinterest Statistik

Pinterest: Tracking von Pins der eigenen Website mit Google Analytics

Anforderungen an Pinterest Analytics & Monitoring

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