Die Reichweiten-Gewinner sind: Twitter, LinkedIn & Pinterest

Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Ich war fleißig und habe wieder die compete.com Reichweiten der Social Networks in den USA aufgearbeitet. Der Gesamtmarkt ist 2014 um knapp 15 Prozent gewachsen. Dabei gibt es drei eindeutige Gewinner. Twitter legte sagenhafte 77 Prozent zu, das Business-Netzwerk LinkedIn immerhin 45 Prozent. Mein Liebling Pinterest wuchs im Verlauf der vergangenen 12 Monate  um 41 Prozent. Twitter verpasste mit 79 Millionen Nutzern nur ganz knapp die 80 Millionen. Der Kurznachrichtendienst hat damit bald halb so viele Nutzer wie der Überflieger Facebook. Bei dem Mega-Netzwerk tut sich seit zwei Jahren kaum noch etwas. Seit im Juli 2012 die Marke von 160 Millionen Nutzern geknackt wurde, sind die Bewegungen nur graduell. Mal geht es etwas hoch, dann wieder etwas runter. Die 170 Millionen werden nicht erreicht. Der Markt ist absolut gesättigt. Zuwächse ließen sich nur noch über Diversifikation bzw. Zukäufe erzielen. Instagram kratzte mit 39 Millionen monatlichen Nutzer auch schon knapp an der 40 Millionen-Marke.

Wenn Sie die Entwicklung in der folgenden Abbildung anschauen, ist das nicht so ganz übersichtlich. Deutlich wird allerdings, dass MySpace der Verlierer des Jahres ist. Während sich das Netzwerk 2013 erfreulich entwickelte, zeigt die Tendenz jetzt klar in den Keller.

Reichweiten Social Networks USA 2014
Reichweiten Social Networks USA 2014

Reichweitengewinner Twitter

Spannender wird es, wenn man den Zeitschnitt länger wählt und die Zahl der Networks reduziert. Pinterest entwickelt sich – mit ganz wenigen Pausen – positiv und erreicht in drei Jahren 50.000.000 Nutzer pro Monat in den USA. Bei Google+ verläuft der Prozess sehr viel uneinheitlicher. Es gibt erhebliche Schwankungen. Der Konzern muss wohl erhebliche Anstrengungen unternehmen, um vor LinkedIn und Pinterest zu landen. Twitter wurde zwischenzeitlich überholt. Twitter kennt nach langer Zeit des Dümpelns seit einem Jahr nur noch den Weg nach oben. Wenn ich es richtig einschätze, haben wir diesen Erfolg in Deutschland bisher noch nicht wirklich wahrgenommen.

Reichweiten Social Networks USA 2011-2014
Reichweiten Social Networks USA 2011-2014

Wer die Zahlen noch ein wenig näher analysieren möchte. Hier liegt das Drive-Dokument.

Referrals – Platzhisch Facebook führt und baut Position aus

Es ist eigenartig. Im vergangenen Quartal II/2014 sanken die Marktanteile aller anderen Social Networks hinsichtlich ihrer Referral-Leistung – Facebook legte zu. Der Markführer gewann über 10% Marktanteil. Die Wettbewerber Twitter, Pinterest und Reddit erleiden Rückgänge von unter 20 %. Damit sollten sie zufrieden sein. Einst ruhmreiche Verfolger wie StrumbleUpon geht die Luft aus. Noch im März lag der Marktanteil bei 0,99%, im Juni bei 0,60%. Das ist ein Verlust von knapp 40%.

Social Media Traffic Referrals Juli 2013 bis Juni 2014
Social Media Traffic Referrals Juli 2013 bis Juni 2014

Es scheint, als ob nur Facebook, Pinterest und Twitter eine relevante Rolle bei den Referrals spielen.  Sie haben alle einen Marktanteil von über einem Prozent der generierten Referrals bei den untersuchten Websites. Shareaholic untersuchte im Rahmen seiner Studie mehr als 200.000 Websites mit zusammen über 250 Millionen Besuchern (pro Monat). Das muss nicht repräsentativ sein. Es ist keine Zufallsstichprobe. Dennoch ist davon auszugehen, dass die Anteile verhältnismäßig realistisch wiedergegeben werden.

Veränderungen des Feeds und Reichweitenausbau Ursache für Gewinne bei Referrals

Auch im Jahresvergleich ist die Lage nicht viel anders. Facebook wächst bei den Referrals um 150%. Aus meiner Sicht sind die Veränderungen im Feed ursächlich. Die Bilder werden bei geteiltem Content erheblich größer dargestellt und es gibt Werbung mit großflächigen Visuals im Feed. Die Nutzung von Facebook veränderte sich vergangenen Jahr kaum. Bei Pinterest ist der Zuwachs der Leistung um knapp 70% auf die gestiegene Nutzung sowie die Anreicherung des Feed um zusätzliche Pins zurückzuführen. Nachdenklich stimmt allerdings die Tatsache, dass Twitter nicht vom Fleck kommt. Die Nutzung scheint nicht mehr zu steigen. Bei den Zuleitungen gab es eine Einbuße von knapp 20%. Es ist wohl ein Medium, das bei den Medienmachern Relevanz hat, beim Durchschnitts-Internetnutzer spielt es kaum eine Rolle.

Reichweiten Social Networks USA 2013: Plus 18,55 % – MySpace und Google+ sind die Gewinner

compete.com hat die Dezember-Werte veröffentlicht, so dass wir endlich erfahren, wie es nun wirklich mit den Reichweiten der Social Networks in den USA gelaufen ist. Um es kurz zu machen: Das schon fast vergessene MySpace schießt den Vogel ab und liegt auf Platz 2 der Social Networks in den USA. Es konnte im Jahresvergleich seine Reichweite mehr als verdreifachen. Schaut man auf die vergangenen 7 Monate, so war es sogar mehr als eine Versechsfachung. Dem gebührt eine Gratulation. Insgesamt bin ich mir allerdings nicht ganz sicher, ob man MySpace wirklich als noch als Social Network bezeichnen sollte. Es ist mittlerweile sehr ähnlich wie YouTube oder SoundCloud, die ihre Reichweite hauptsächlich über den Konsum von Inhalten und nicht durch die Vernetzung von Nutzern generieren.

Reichweiten Social Networks USA 2013
Reichweiten Social Networks USA 2013

Es gibt noch Luft nach oben für die Reichweiten der Social Networks in der zweiten Reihe

Nicht schlecht ist es auch für Google+ gelaufen: Eine Verdopplung der Reichweite bringt nun 50 Millionen Besucher in der USA und Platz 3 der Social Networks ein. Es sah zwischenzeitlich nicht danach aus, dass es mittlerweile knapp ein Drittel der Reichweite von Facebook erreicht. Der Marktführer dümpelt locker bei 167 Millionen monatlichen Besuchern vor sich hin. Ich verstehe die Prognosen hinsichtlich der großen Nutzerverluste nicht. Da wollte wohl wer einfach nur Aufmerksamkeit haben. Zudem hat das Netzwerk mit Instagram eine würdige Komplementär-Plattform, die 2013 um 75 Prozent an Traffic zugelegt hat. Mittlerweile sind es rund 27 Millionen Webnutzer die das mobile Fotonetzwerk hat.

Die Verlierer des Jahres sind Photobucket (-23%) und Flickr (-15%). Dabei sind die Verluste bei Flickr wohl nur durch den Eingriff von Yahoo! geringer ausgefallen.

Was zeigen die Reichweiten der Social Networks in den USA 2013 also? – Facebook hatte schon 2012 die Marktsättigung erreicht. Mehr Reichweite geht einfach nicht. Deutlich wurde allerdings auch, dass es für weitere Netzwerke Luft nach oben gibt. Weder für Google+ noch für Pinterest scheint die Marktsättigung nahe. Klar wurde jedoch auch, dass man Netzwerke nicht einfach so abschreiben sollte. MySpace hat einen klasse Lauf auf den am Jahresbeginn sicher kaum einer gewettet hat.

Google+ legt stark zu – Reichweiten Social Networks USA Oktober 2013

Die neuen compete.com-Reichweiten liegen vor. Im Oktober war ein guter Monat für die Social Networks in den USA. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die durchschnittliche Reichweite um 16,9% – im Vergleich mit September auch um 5,6%. Endlich passiert wieder etwas. Fast alle legen zu – besonders freuen darf sich Google+ (dicke rote Linie).

Social Media Reichweiten in den USA  (Quelle compete.com)
Social Media Reichweiten in den USA (Quelle compete.com)

 

Reichweitengewinner Google+

Google+ schießt den Vogel ab und legte binnen Monatsfrist um über 40 Prozent zu. Ich bin schon versucht an einen Messfehler zu glauben und hoffe, dass die mir zugänglichen Daten nicht noch korrigiert werden. Ein Sprung von 32 auf 45 Millionen Nutzer innerhalb eines Monats ist gewaltig. Seien wir also einfach gespannt. Damit hätte Google+ erstmals Twitter überholt, auch wenn der Börsengänger selbst 17,1% an zusätzlichen Vistors gewinnen konnte. Google+ wäre damit auf Platz 2 der Social Networks in den USA angelangt (wenn wir YouTube einfach mal ignorieren).

Auch Facebook mit Spitzenwert

Bemerkenswert ist zudem, dass Facebook mit mehr als 167 Millionen Besuchern seinen bisherigen Höchststand erreicht hat. Auch die visuell orientierten Netzwerke Flickr (+12,1%) und Pinterest (+9,3%) legten im September noch recht gut zu. Abwärts ging es dagegen für LinkedIn (-3,0%) und MySpace (-8,0%).

Entwicklung Referrals per Social Networks: Facebook, Pinterest & Twitter dominieren

Hier nur kurz die wichtigsten Ergebnisse zur Entwicklung der Referrals aus neuen Shareaholic Social Media Traffic Report 2013.

  • Facebook, Pinterest & Twitter dominieren die Referrals
  • StrumbleUpon & Reddit liefern weniger Referrals
  • YouTube & LinkedIn gewinnen Marktanteile
  • Google+ ist noch nicht wirklich wichtig
Shareaholic’s Social Media Traffic Report
Shareaholic’s Social Media Traffic Report

Nur Facebook, Pinterest & Twitter wirklich wichtig

Leztlich bin ich mir bei der Methode von Shareaholic nicht wirklich sicher, ob die Ergebnisse jetzt wirklich so verallgemeinerbar sind. Ausgewertet wird der Anteil der Shares auf Websites, auf denen die entsprechenden PlugIns installiert sind. Wenn uns das überzeugt, dann haben Facebook 58,81%, Pinterest 66,52% und Twitter 54,12% an Referrals im vergleich zum Vorjahr zugelegt (Sep12: Sep13). Das wäre schon eine ausgesprochen erfreuliche Entwicklung. Zusammen sind die drei Netzwerke mittlerweile für 12,52% der Visits verantwortlich.

StrumbleUpon hat  27,47% Referrals verloren und  Reddit sogar 35,16%. Das sind also keine guten Aussichten für die beiden. Auf niedrigerem Niveau aber mit einem hohen Zuwachs von mehr als 50% kann sich YouTube freuen. Filme werden also verstärkt geteilt. Auch auf LinkedIn tut sich was: Mehr als ein Drittel Steigerung gibt Anlass zur Freude. Google+ ist mit einem Zuwachs von nur knapp 7% und einem direkt darauf zurückführbaren Visit-Anteil von 0,06% eher ein Randphänomen. Im Vergleich dazu Facebook ist für durchschnittlich 8,11% der Visits verantwortlich und Pinterest für 3,24%.

Kalkuliert man die Werte von Facebook und Pinterest bezüglich des Traffics, so ist Pinterest doppelt so stark.

Pinterest-Werbung: Promoted Pins im Anmarsch!

Pinterest muss Geld einnehmen. Die Voraussetzungen sind nicht schlecht. Viele Nutzer, hohe Viralität, hohe Referral-Rate. Ich hatte vermutet, dass es dieses Jahr im September kommen musste – 2012 verging ohne entsprechende Produkte. Hinsichtlich des Konzepts muss man sagen, das es sicher keine Raketenwissenschaft war und sein musste. Facebook hat gute konzeptionelle Vorarbeit geleistet…

Pinterest Werbung

Ben Silbermann formulierte es in einem Blog-Beitrag von gestern so:

  • Tasteful. No flashy banners or pop-up ads.
  • Transparent. We’ll always let you know if someone paid for what you see, or where you see it.
  • Relevant. These pins should be about stuff you’re actually interested in, like a delicious recipe, or a jacket that’s your style.
  • Improved based on your feedback. Keep letting us know what you think, and we’ll keep working to make things better.

Banner müssen draußen bleiben

Banner würden das ästhetische Erlebnis bei der Nutzung von Pinterest stören. Sie müssen draußen bleiben. Es wird also nicht so sein wie im Feed bei Flickr, wo Werbung einfach mal so dazwischen platziert wird. Das ist gut so. Einige Pinterest-Kopien haben es ja schon ansatzweise gezeigt und Facebook kam auch auf den glorreichen Schluss, dass in den Feed eingefügte Werbung am besten funktioniert – besonders wenn sie auch auf Mobilgeräten erfolgreich sein soll.

Kennzeichnung der Pinterest-Werbung

Werbung soll auch als solche gekennzeichnet werden. Man darf gespannt sein, wie deutlich diese Kennzeichnung erfolgt – Facebook hat es schon vorgemacht. Auch bei den Pinterest Kopien wird das deutlich – auch wenn diese eher auf Google-Ads und RTB-Anbieter setzten.

Relevanz

Genau das ist es was die Pinterest-Werbung von der im Rahmen der Kopien unterscheiden soll. Sie soll nicht nur Relevanz im Rahmen des von Google, Criteo & Co. aufgezeichneten Nutzungsverhalten haben, sondern die Relevanz direkt aus der Nutzung von Pinterest erfahren – so wie es Nutzer beispielsweise aus der AdWords-Werbung in der Google-Suche kennen. Pinterest wird deshalb Werbung tatsächlich zunächst nur in der Suche und in den Kategorien-Feeds platzieren.

User Feedback

Die In-Feed-Pinterest-Werbung wird, wie die In-Feed-Facebook-Werbung, kommentierbar sein. Nutzer werden sagen können, ob ihnen die Werbung gefällt – und sich damit verbreitet – oder ob sie diese lieber nicht mehr sehen möchten.

Erfolg programmiert für Pinterest-Werbung

Insgesamt ähnelt das Konzept schon sehr den Promotet Post bei Facebook bzw. anderen Formen der In-Feed-Werbung. Geht man davon aus, dass Pinterest den Werbung-Treibenden Grenzen setzt und das ganze geschmackvoll hält, dann ist der Erfolg programmiert.
Übrigens wird der Rückgang der Nutzung in den von compete.com ausgewiesenen Zahlen auf den Anstiegt der mobilen Nutzung zurückgeführt. Das hört sich für mich logisch an – muss aber nicht so sein. Es wird ein spannendes Weihnachtsgeschäft in Nordamerika!
Erlaubt mir bitte noch ein wenig Werbung. In meinem Buch gibt’s alle wichtigen Informationen für den Erfolg auf Pinterest:

Der Facebook News Feed – Implikationen?

Während der vergangenen Tage konnte man einiges zum Facebook News Feed und der Ablösung des „Edge Rank“ lesen. Unterschwellig konnte man schon eine gewisse Angst in manchen Beiträgen spüren: Muss man sein Verhalten ändern? Wird vielleicht die langfristig abgestimmte Facebook Content-Strategie auf den Kopf gestellt?

Aus meiner Sicht wählt Phillipp Roth von allfacebook.de eine passende Überschrift: „Qualitätsoffensive im Newsfeed„. Es geht Facebook darum, den Feed für die Nutzer möglichst attraktiv zu gestalten. Nur wenn dem so ist, bleibt die Nutzung auf einem hohen Niveau.

Jetzt (am 27. August 2013) kamen auch noch neue Gewinnspiel-Richtlinien dazu, die den Feed betreffen – auffällig.

Relevanzfilter notwendig

Facebook braucht Relevanzfilter, so wie Google diese für seine Result Pages benötigt. Es müssen Relevanzstrukturen geschaffen werden, die den Nutzern logisch erscheinen und einen spannenden Feed hervorbringen. Durch die bisher genutzte einfache Filterung wurden Bilder bevorzugt und Postings, die schnell viel Engagement hervorbringen. Das führte einerseits zu einer gewissen Homogenisierung im Feed, andererseits wird das Werbeumfeld dadurch weniger attraktiv.

Ein Handlungszwang entstand: Wenn es einfach ist, einem Posting eine hohe Reichweite zu verschaffen, dann machen das Unternehmen und Agenturen so. Wenn es unkompliziert ist, eine hohe Position auf einer SERP zu bekommen, dann machen Unternehmen das einfach so. Facebook ist an dieser Stelle ebenso wie Google ein ökonomisch denkendes Unternehmen. Es  kann diese Position im Feed nicht über ganz einfache Mechanismen erreichbar werden lassen – der Feed muss auch Werbeschaltungen provozieren. Gleichzeitig muss er für die Nutzer attraktiv sein, so dass die Nutzungsintensität mindestens gleich bleibt.

Facebook In Feed-Werbung
Facebook In Feed-Werbung

Die Frage, die sich Unternehmen stellen werden: Was müssen wir jetzt tun? Auch hier hat allfacebook.de die (fast) richtige Antwort:

Es ändert sich für Unternehmen eigentlich rein gar nichts. Wer “gute” Inhalte produziert, erreicht mehr Fans. Wer “irrelevante” Inhalte produziert, erreicht nicht so viele Fans.

Kurzfristig stimmt das auf jeden Fall. Mittelfristig muss natürlich analysiert werden, welche Faktoren es nun wirklich sind, die dafür sorgen, dass ein Beitrag eine hohe Reichweite und hohes Engagement erzielt. Hierfür sind die von Facebook genannten Faktoren natürlich hilfreich:

  • Is this timely and relevant content?
  • Is this content from a source you would trust?
  • Would you share it with friends or recommend it to others?
  • Is the content genuinely interesting to you or is it trying to game News Feed distribution? (e.g., asking for people to like the content)
  • Would you call this a low quality post or meme?
  • Would you complain about seeing this content in your News Feed?

Wie der Feed genau funktioniert, wird Facebook sicher nicht verraten. Während beim Edge Rank wenig gesagt wurde und deshalb die Verwirrung groß war, scheint es beim neuen Verfahren umgekehrt zu sein: Die Verwirrung ist groß, weil viele Faktoren genannt werden und man weiß nicht so genau, welche nun wirklich wichtig sind. BTW – es sind natürlich nicht 100.000, wie verschiedentlich berichtet wurde. Das können nur Ausprägungen und nicht Parameter sein. Mindestens einer davon wird Gewinnspiele betreffen.

Veränderungen im Feed prüfen

Man wird zweifellos innerhalb der kommenden Wochen Veränderungen im Feed erkennen und möglicherweise Content-Formate bzw. Vorgehensweisen anpassen müssen. Und – daran soll wahrscheinlich aus Facebooks Sicht kein Weg vorbeiführen – man wird als Betreiber von Pages mehr Geld für Werbung ausgeben müssen. Lohnend erscheinen da vor allem Gewinnspiele. Natürlich muss Facebook die Gewinnspiel-Richtlinie lockern, damit es eine Objektklassen gibt, die Unternehmen gerne bewerben. Seinen wir also gespannt!

Sommerentwicklungen? Social Network-Reichweiten in den USA

So alle zwei bis drei Monate sehe ich mir die Reichweiten der Social Networks in den USA an – damit meine ich die Unique Visitors, die compete.com ausweist. Dabei gibt es eigentlich selten wirkliche Überraschungen. Zuletzt hab ich geschaut, was mit den Zukäufen von Marissa Mayer so passiert – bzw. nach dem Relaunch von Flickr (grüne Linie in der folgenden Abbildung).

Reichweiten Social Networks USA (Quelle: compete.com)
Reichweiten Social Networks USA (Quelle: compete.com)

Nachdem es für Flickr anfangs nicht gut aussah und der Relaunch nicht anzuschlagen schien, hat die Fotoplattform in den vergangenen beiden Monaten rund 13% zugelegt. Alleine auf die Urlaubszeit auf der Nordhalbkugel sollte das nicht zurückzuführen sein. Der Zuwachs ist bedeutend stärker als bei Instagram.

Bei Pinterest und Google+ ist nicht viel passiert. Beide halten sich wacker mit über 30 Millionen Unique Usern.

Stürzt Twitter ab?

Ach ja – wenn Sie Facebook in der Abbildung vermissen – das Supernetzwerk schwebt seit langer Zeit beständig über allem – mit derzeit etwas über 163 Millionen Nutzern monatlich. Nachdenken sollte man allerdings über Twitter. Mit einem Verlust von 13% Reichweite in den vergangenen sechs Monaten sieht es nicht gut aus. Es mag ja sein, dass Twitter mit anderen Applikationen genutzt wird als direkt auf der Website – dafür würden Belege benötigt. So wie es gerade ausschaut, scheint die Reichweite stetig zu schwinden. Wenn sich die Entwicklung so fortsetzt, liegt der Microblogging-Dienst noch vor Weihnachten hinter Google+ und Pinterest.

Den Vogel abgeschossen hat MySpace im Juli: Mit einem Anstieg von 115% im Monatsverlauf scheint ein Aufschließen in die zweite Reihe der Social Networks plötzlich wieder möglich.

Reichweiten Social Networks USA Mai 2013

Was macht man an einem Sommertag? – die langweilige Entwicklung der Reichweiten der Sozialen Netzwerke in den USA zusammenfassen…weil heute die neuen compete.com-Zahlen veröffentlicht wurden. Aber es ist nicht wirklich viel passiert.

Reichweiten Social Networks USA (Quelle compete.com)

Eigentlich war ich gespannt darauf, ob sich bei Flickr und bei Tumblr etwas tun. Der Rummel um die beiden war im Mai schon recht groß: Fehlanzeige. Nichts ins passiert. OK – MySpace hat die Marke von 10 Millionen Unique Visitorn nach unten durchbrochen. Der Relaunch darf als gescheitert angesehen werden.

Google+ und Pinterest liegen wieder gleichauf. Twitter fällt seit einem halben Jahr – das kann bei Twitter, wie auch bei Facebook an der verstärkten (und ausschließlichen) Nutzung von Mobilgeräten liegen. Einzig LinkedIn überrascht positiv und legt im vergangenen halben Jahr um über 50% zu.

Der Mai ist anscheinend eine Saure-Gurken-Zeit. Im vergangenen Monat konnte man mehr berichten.

Reichweiten-Entwicklung Social Networks in den USA: Pinterest und Instagram wachsen kontinuierlich

Ich habe mir mal wieder die compete.com Zahlen für die Social Networks in den USA angeschaut. Facebook läuft stabil zwischen 155 und 165 Millionen Nutzern – man muss eigentlich nicht mehr wirklich danach schauen. Die Sättigung scheint erreicht. Es fragt sich nur, ob es ein anderes Netzwerk geben wird, das Facebook die Nutzer streitig macht.

Visuelle Plattformen legen am stärksten zu

Pinterest ist die größte Erfolgsgeschichte eines Social Network aus den USA in den vergangenen vier oder fünf Jahren. Seit dem Sommer 2011 hat sich die damals kaum wahrnehmbare Nutzerschaft auf monatlich knapp 35 Millionen Unique Visitors in den USA ausgeweitet. Dort werden noch immer etwa drei Viertel des Traffic generiert. Dabei ist der überwiegende Teil der Nutzer weiblich – etwa zwei Drittel.

Reichweitenentwicklung Social Networks USA

In der Abbildung kann man sehr gut sehen, wie stark Pinterest bei den monatlichen Nutzern zugelegt hat. Nur Google+ hat auf ein ähnliches Niveau zugelegt, hat allerdings mit Google eine ganz andere Potenz im Rücken. Beide lagen im April 2013 bei etwa 35 Millionen Nutzern. Ein anderes Netzwerk, das auch auf Bildern basiert, ist während des Zeitraums ähnlich gewachsen: Instagram.

Dabei ist die Sache auch wieder etwas anders gelagert: Instagram wurde zunächst als iOS App gelauncht. Als im April 2012 die Android App dazu kam und die Bilder auch über das Web zugänglich wurden, hatte die Plattform bereits 30 Millionen registrierte Nutzer. Dann ging es beständig aber nicht zu steil bergauf, bis im Februar 2013 der Kauf durch Facebook stattfand und ein Satz von knapp zehn Millionen zusätzlichen monatlichen Unique Unsern innerhalb von zwei Monaten hinzugewonnen wurde.

Was wird aus Flickr & Tumblr?

Es wird also klar, dass die neuen visuellen Plattformen zugelegt haben. Dagegen haben die beiden Fotoplattformen – Flickr und Photobucket – haben kräftig verloren. Bei Photobucket wird noch immer mit kleinen Bildchen gearbeitet, während Yahoo! versucht, den Rückgang durch eine komplett neue, ein wenig an Pinterest angelehnte Visualisierung umzukehren. Der Kauf des nicht wirklich abhebenden Tumblr scheint hier in Kombination gute Voraussetzungen zu schaffen, dennoch ist das gewaltige Wachstum von Pinterest, das noch dazu ohne mächtige Unterstützung bewerkstelligt wurde, beeindruckend.

Pinterest in Deutschland

Auch für den deutschen Sprachraum darf eine ähnlich starke Entwicklung erwartet werden, wenn Pinterest seine Aktivitäten entsprechend intensiviert. Nach meiner Einschätzung wird der Zuwachs etwas verhaltener ausfallen als in den USA, da der Grad an Öffentlichkeit mit dem Pinterest arbeitet, in Mitteleuropa nicht so üblich ist, wie auf der anderen Seite des Atlantik. Bei uns wird ein größerer Grad an Privatheit gewünscht.

Pinterest ist bisher vorwiegend im englischen und romanischen Sprachraum verbreitet. In Deutschland gibt es noch vergleichsweise wenige Nutzer. Es sollten wohl etwa eine Million sein. Die letzte mir zugängliche Zahl des DoubleClick AdPlanner lag bei 840.000. Leider kann man derzeit nicht sonderlich viel herausfinden. Allerdings wird beispielsweise bei ESPRIT kräftig gepinnt. Gestern waren es 422 Pins, die via Market gesetzt wurden.