Entwicklung Referrals per Social Networks: Facebook, Pinterest & Twitter dominieren

Hier nur kurz die wichtigsten Ergebnisse zur Entwicklung der Referrals aus neuen Shareaholic Social Media Traffic Report 2013.

  • Facebook, Pinterest & Twitter dominieren die Referrals
  • StrumbleUpon & Reddit liefern weniger Referrals
  • YouTube & LinkedIn gewinnen Marktanteile
  • Google+ ist noch nicht wirklich wichtig
Shareaholic’s Social Media Traffic Report
Shareaholic’s Social Media Traffic Report

Nur Facebook, Pinterest & Twitter wirklich wichtig

Leztlich bin ich mir bei der Methode von Shareaholic nicht wirklich sicher, ob die Ergebnisse jetzt wirklich so verallgemeinerbar sind. Ausgewertet wird der Anteil der Shares auf Websites, auf denen die entsprechenden PlugIns installiert sind. Wenn uns das überzeugt, dann haben Facebook 58,81%, Pinterest 66,52% und Twitter 54,12% an Referrals im vergleich zum Vorjahr zugelegt (Sep12: Sep13). Das wäre schon eine ausgesprochen erfreuliche Entwicklung. Zusammen sind die drei Netzwerke mittlerweile für 12,52% der Visits verantwortlich.

StrumbleUpon hat  27,47% Referrals verloren und  Reddit sogar 35,16%. Das sind also keine guten Aussichten für die beiden. Auf niedrigerem Niveau aber mit einem hohen Zuwachs von mehr als 50% kann sich YouTube freuen. Filme werden also verstärkt geteilt. Auch auf LinkedIn tut sich was: Mehr als ein Drittel Steigerung gibt Anlass zur Freude. Google+ ist mit einem Zuwachs von nur knapp 7% und einem direkt darauf zurückführbaren Visit-Anteil von 0,06% eher ein Randphänomen. Im Vergleich dazu Facebook ist für durchschnittlich 8,11% der Visits verantwortlich und Pinterest für 3,24%.

Kalkuliert man die Werte von Facebook und Pinterest bezüglich des Traffics, so ist Pinterest doppelt so stark.

Jetzt pinnen, später lesen – Rich Pins für Artikel. Was Blogger und Verlage beachten sollen

Pinterest scheint in den heißen Herbst einsteigen zu wollen. Nachdem es seit Mai relativ ruhig war und nur an manchem Wochenende marginale Veränderungen eingebaut wurden, geht es jetzt Schlag auf Schlag. Letzte Woche wurde die Einführung von Werbung angekündigt und jetzt „Rich Pins“ für Artikel. Diese funktionieren tatsächlich ganz ähnlich wie die Rich Pins für Produkte oder Rezepte. Auf der Developer-Website findet sich die entsprechende Anleitung.

Pinterest Artikel Rich Pins

 

Die Artikel Rich Pins können dazu benutzt werden, Artikel zu Pinnen und später auf Pinterest zumindest den Anlauftext zu lesen. Angenehm ist das schon – bisher wurden viele Artikel gepinnt. Man musste jedoch die Website des Anbieters aufsuchen, um den Inhalt zu lesen. Das soll in Zukunft nicht mehr zwingend notwendig sein. Die Anbieter müssen hierzu ihre Seiten lediglich OpenGraph- oder Schema.org-Meta-Tags in ihre Seiten einfügen und schon werden die Pins, um den darin angegeben Text ergänzt. In den meisten Fällen dürfte das der Anlauftext sein – also etwa der in Zeitungen fest gedruckte Text am Anfang eines Artikels.

Gesteuerte Übergabe der Inhalte

Die Anbieter haben es selbst in der Hand wieviel Inhalt als Teaser direkt auf Pinterest angezeigt wird. Eigentlich eine gute Einrichtung. Ob dies deutsche Verleger verstehen werden? Man könnte ja sagen, dass es ausreichend ist die Tags wegzulassen, dann besteht ja keine Gefahr. So einfach wäre das dann ja doch wieder nicht. Vielleicht wie ein Anbieter ja mittels OpenGraph an Betreiber XY übergeben, aber ausgerechnet nicht an Pinterest. Genau das scheint das Bildernetzwerk geahnt zu haben. Es gibt einen Opt-out. Man muss einfcah nur den folgenden Tag einbinden und schon wird nichts mehr übernommen:

<meta name="pinterest-rich-pin" content="false" />

Gut oder schlecht?

Eigentlich sollte man ruhig einen Anlauftext in die Pins einbinden. Alleine die Überschrift des Artikels kann meist schon viele Referrals bewirken – wenn noch mehr Inhalt da ist wahrscheinlich noch mehr. Verlage sollten also testen, wie sie die kostenlosen Traffic-Bringer am besten einsetzten.

 

Pinterest-Werbung: Promoted Pins im Anmarsch!

Pinterest muss Geld einnehmen. Die Voraussetzungen sind nicht schlecht. Viele Nutzer, hohe Viralität, hohe Referral-Rate. Ich hatte vermutet, dass es dieses Jahr im September kommen musste – 2012 verging ohne entsprechende Produkte. Hinsichtlich des Konzepts muss man sagen, das es sicher keine Raketenwissenschaft war und sein musste. Facebook hat gute konzeptionelle Vorarbeit geleistet…

Pinterest Werbung

Ben Silbermann formulierte es in einem Blog-Beitrag von gestern so:

  • Tasteful. No flashy banners or pop-up ads.
  • Transparent. We’ll always let you know if someone paid for what you see, or where you see it.
  • Relevant. These pins should be about stuff you’re actually interested in, like a delicious recipe, or a jacket that’s your style.
  • Improved based on your feedback. Keep letting us know what you think, and we’ll keep working to make things better.

Banner müssen draußen bleiben

Banner würden das ästhetische Erlebnis bei der Nutzung von Pinterest stören. Sie müssen draußen bleiben. Es wird also nicht so sein wie im Feed bei Flickr, wo Werbung einfach mal so dazwischen platziert wird. Das ist gut so. Einige Pinterest-Kopien haben es ja schon ansatzweise gezeigt und Facebook kam auch auf den glorreichen Schluss, dass in den Feed eingefügte Werbung am besten funktioniert – besonders wenn sie auch auf Mobilgeräten erfolgreich sein soll.

Kennzeichnung der Pinterest-Werbung

Werbung soll auch als solche gekennzeichnet werden. Man darf gespannt sein, wie deutlich diese Kennzeichnung erfolgt – Facebook hat es schon vorgemacht. Auch bei den Pinterest Kopien wird das deutlich – auch wenn diese eher auf Google-Ads und RTB-Anbieter setzten.

Relevanz

Genau das ist es was die Pinterest-Werbung von der im Rahmen der Kopien unterscheiden soll. Sie soll nicht nur Relevanz im Rahmen des von Google, Criteo & Co. aufgezeichneten Nutzungsverhalten haben, sondern die Relevanz direkt aus der Nutzung von Pinterest erfahren – so wie es Nutzer beispielsweise aus der AdWords-Werbung in der Google-Suche kennen. Pinterest wird deshalb Werbung tatsächlich zunächst nur in der Suche und in den Kategorien-Feeds platzieren.

User Feedback

Die In-Feed-Pinterest-Werbung wird, wie die In-Feed-Facebook-Werbung, kommentierbar sein. Nutzer werden sagen können, ob ihnen die Werbung gefällt – und sich damit verbreitet – oder ob sie diese lieber nicht mehr sehen möchten.

Erfolg programmiert für Pinterest-Werbung

Insgesamt ähnelt das Konzept schon sehr den Promotet Post bei Facebook bzw. anderen Formen der In-Feed-Werbung. Geht man davon aus, dass Pinterest den Werbung-Treibenden Grenzen setzt und das ganze geschmackvoll hält, dann ist der Erfolg programmiert.
Übrigens wird der Rückgang der Nutzung in den von compete.com ausgewiesenen Zahlen auf den Anstiegt der mobilen Nutzung zurückgeführt. Das hört sich für mich logisch an – muss aber nicht so sein. Es wird ein spannendes Weihnachtsgeschäft in Nordamerika!
Erlaubt mir bitte noch ein wenig Werbung. In meinem Buch gibt’s alle wichtigen Informationen für den Erfolg auf Pinterest:

Sommerentwicklungen? Social Network-Reichweiten in den USA

So alle zwei bis drei Monate sehe ich mir die Reichweiten der Social Networks in den USA an – damit meine ich die Unique Visitors, die compete.com ausweist. Dabei gibt es eigentlich selten wirkliche Überraschungen. Zuletzt hab ich geschaut, was mit den Zukäufen von Marissa Mayer so passiert – bzw. nach dem Relaunch von Flickr (grüne Linie in der folgenden Abbildung).

Reichweiten Social Networks USA (Quelle: compete.com)
Reichweiten Social Networks USA (Quelle: compete.com)

Nachdem es für Flickr anfangs nicht gut aussah und der Relaunch nicht anzuschlagen schien, hat die Fotoplattform in den vergangenen beiden Monaten rund 13% zugelegt. Alleine auf die Urlaubszeit auf der Nordhalbkugel sollte das nicht zurückzuführen sein. Der Zuwachs ist bedeutend stärker als bei Instagram.

Bei Pinterest und Google+ ist nicht viel passiert. Beide halten sich wacker mit über 30 Millionen Unique Usern.

Stürzt Twitter ab?

Ach ja – wenn Sie Facebook in der Abbildung vermissen – das Supernetzwerk schwebt seit langer Zeit beständig über allem – mit derzeit etwas über 163 Millionen Nutzern monatlich. Nachdenken sollte man allerdings über Twitter. Mit einem Verlust von 13% Reichweite in den vergangenen sechs Monaten sieht es nicht gut aus. Es mag ja sein, dass Twitter mit anderen Applikationen genutzt wird als direkt auf der Website – dafür würden Belege benötigt. So wie es gerade ausschaut, scheint die Reichweite stetig zu schwinden. Wenn sich die Entwicklung so fortsetzt, liegt der Microblogging-Dienst noch vor Weihnachten hinter Google+ und Pinterest.

Den Vogel abgeschossen hat MySpace im Juli: Mit einem Anstieg von 115% im Monatsverlauf scheint ein Aufschließen in die zweite Reihe der Social Networks plötzlich wieder möglich.

Das Pinterest Buch: Ein Guide für visuelles Social-Media-Marketing

Darum geht es im Pinterest Buch:

  • Bilder im Netz sammeln, sortieren und wiederfinden
  • Zahlreiche Tipps für attraktive Boards und nützliche Zusatztools
  • Vom Social Bookmarking zum visuellen Social-Media-Marketing für Unternehmen

Aus dem Inhalt des Pinterest Buchs

  • Was ist Pinterest?
  • Warum Pinterest?
  • Die Einrichtung des Accounts
  • Wie funktioniert Pinnen?
  • Mobilgeräte und Pinterest
  • Die eigene Website vorbereiten
  • Fans finden & Pins verbreiten
  • Pinterest-Analytics
  • Werkzeuge

Im Slideshare-Dokument findet Ihr das vollständige Inhaltsverzeichnis. Hier nur noch der Klappentext zur kurzen Übersicht:

Pinterest gehört zu den Online-Überfliegern der letzten Jahre – wie bei keinem anderen Netzwerk hat man hier verstanden, dass „social“ und „visuell“ gemeinsam zum Erfolg führen.
Ich zeige in diesem Buch, was Pinterest so erfolgreich macht und erkläre die wichtigsten Punkte für den Einstieg: Wie richte ich ein attraktives Board ein? Wie pinne, repinne, like und kommentiere ich erfolgreich? Was kann ich machen, um mehr Follower zu finden? Und wie funktioniert das Pinterest Bookmarklet? Das alles wird ausführlich beantwortet und mit praktischen Beispielen veranschaulicht.
Zudem gehe ich darauf ein, warum Pinterest nicht nur privat Spaß macht, sondern auch erfolgreich für eigene Projekte und im Unternehmen eingesetzt werden kann. Er zeigt, wie Sie die eigene Website für Pins aufbereiten, Pinterest in Ihren Social-Marketing-Mix integrieren und einen soliden Workflow erstellen können. Zusätzlich geht er detailliert auf passende Analytics-Tools ein, mit denen Sie Ihre Darstellung auf Pinterest optimieren können.
Zahlreiche Tipps zu nützlichen Zusatztools und Widgets runden das Buch ab.

Pinterest: Ein Guide für visuelles Social-Media-Marketing (mitp Anwendungen) bei Amazon kaufen:

Bei Google

Rezensionen:

Reichweiten Social Networks USA Mai 2013

Was macht man an einem Sommertag? – die langweilige Entwicklung der Reichweiten der Sozialen Netzwerke in den USA zusammenfassen…weil heute die neuen compete.com-Zahlen veröffentlicht wurden. Aber es ist nicht wirklich viel passiert.

Reichweiten Social Networks USA (Quelle compete.com)

Eigentlich war ich gespannt darauf, ob sich bei Flickr und bei Tumblr etwas tun. Der Rummel um die beiden war im Mai schon recht groß: Fehlanzeige. Nichts ins passiert. OK – MySpace hat die Marke von 10 Millionen Unique Visitorn nach unten durchbrochen. Der Relaunch darf als gescheitert angesehen werden.

Google+ und Pinterest liegen wieder gleichauf. Twitter fällt seit einem halben Jahr – das kann bei Twitter, wie auch bei Facebook an der verstärkten (und ausschließlichen) Nutzung von Mobilgeräten liegen. Einzig LinkedIn überrascht positiv und legt im vergangenen halben Jahr um über 50% zu.

Der Mai ist anscheinend eine Saure-Gurken-Zeit. Im vergangenen Monat konnte man mehr berichten.

Reichweiten-Entwicklung Social Networks in den USA: Pinterest und Instagram wachsen kontinuierlich

Ich habe mir mal wieder die compete.com Zahlen für die Social Networks in den USA angeschaut. Facebook läuft stabil zwischen 155 und 165 Millionen Nutzern – man muss eigentlich nicht mehr wirklich danach schauen. Die Sättigung scheint erreicht. Es fragt sich nur, ob es ein anderes Netzwerk geben wird, das Facebook die Nutzer streitig macht.

Visuelle Plattformen legen am stärksten zu

Pinterest ist die größte Erfolgsgeschichte eines Social Network aus den USA in den vergangenen vier oder fünf Jahren. Seit dem Sommer 2011 hat sich die damals kaum wahrnehmbare Nutzerschaft auf monatlich knapp 35 Millionen Unique Visitors in den USA ausgeweitet. Dort werden noch immer etwa drei Viertel des Traffic generiert. Dabei ist der überwiegende Teil der Nutzer weiblich – etwa zwei Drittel.

Reichweitenentwicklung Social Networks USA

In der Abbildung kann man sehr gut sehen, wie stark Pinterest bei den monatlichen Nutzern zugelegt hat. Nur Google+ hat auf ein ähnliches Niveau zugelegt, hat allerdings mit Google eine ganz andere Potenz im Rücken. Beide lagen im April 2013 bei etwa 35 Millionen Nutzern. Ein anderes Netzwerk, das auch auf Bildern basiert, ist während des Zeitraums ähnlich gewachsen: Instagram.

Dabei ist die Sache auch wieder etwas anders gelagert: Instagram wurde zunächst als iOS App gelauncht. Als im April 2012 die Android App dazu kam und die Bilder auch über das Web zugänglich wurden, hatte die Plattform bereits 30 Millionen registrierte Nutzer. Dann ging es beständig aber nicht zu steil bergauf, bis im Februar 2013 der Kauf durch Facebook stattfand und ein Satz von knapp zehn Millionen zusätzlichen monatlichen Unique Unsern innerhalb von zwei Monaten hinzugewonnen wurde.

Was wird aus Flickr & Tumblr?

Es wird also klar, dass die neuen visuellen Plattformen zugelegt haben. Dagegen haben die beiden Fotoplattformen – Flickr und Photobucket – haben kräftig verloren. Bei Photobucket wird noch immer mit kleinen Bildchen gearbeitet, während Yahoo! versucht, den Rückgang durch eine komplett neue, ein wenig an Pinterest angelehnte Visualisierung umzukehren. Der Kauf des nicht wirklich abhebenden Tumblr scheint hier in Kombination gute Voraussetzungen zu schaffen, dennoch ist das gewaltige Wachstum von Pinterest, das noch dazu ohne mächtige Unterstützung bewerkstelligt wurde, beeindruckend.

Pinterest in Deutschland

Auch für den deutschen Sprachraum darf eine ähnlich starke Entwicklung erwartet werden, wenn Pinterest seine Aktivitäten entsprechend intensiviert. Nach meiner Einschätzung wird der Zuwachs etwas verhaltener ausfallen als in den USA, da der Grad an Öffentlichkeit mit dem Pinterest arbeitet, in Mitteleuropa nicht so üblich ist, wie auf der anderen Seite des Atlantik. Bei uns wird ein größerer Grad an Privatheit gewünscht.

Pinterest ist bisher vorwiegend im englischen und romanischen Sprachraum verbreitet. In Deutschland gibt es noch vergleichsweise wenige Nutzer. Es sollten wohl etwa eine Million sein. Die letzte mir zugängliche Zahl des DoubleClick AdPlanner lag bei 840.000. Leider kann man derzeit nicht sonderlich viel herausfinden. Allerdings wird beispielsweise bei ESPRIT kräftig gepinnt. Gestern waren es 422 Pins, die via Market gesetzt wurden.

Pinterest SDKs für App Sharing-Buttons

Vielleicht ist es durch die vielen Neuerungen bei Pinterest während der vergangenen Wochen untergegangen. Pinterest stellt jetzt auch einen Software Development Kit (SDK) für die Einbindung von Sharing-Buttons in Android und iOS Apps zur Verfügung.

ModCloth App mit Sharing-Buttons
ModCloth App mit Sharing-Buttons

iOS

Mit der Einführung der Pinterest App in Version 2.3 für iOS, wird der Pin It Button SDK für  iOS-Apps unterstützt. Mit einigen Zeilen Code läst der SDK es zu, Pinterest Inhalte innerhalb von Anwendungen zu teilen. Derzeit ist lediglich das Pinnen von Bildern möglich, wenn diese mit einer Quell-URL versehen sind. Zukünfig sollen auch das Pinnen von Bildern in einer App ermöglicht werden, die lokal in der App vorliegen.

Der SDK erfordert es, dass die Pinterest App installiert ist. Wenn die Pinterest App nicht in Version 2.3 oder höher installiert ist, leitet der Pin It Button den Anwender auf den App Store um, damit diese heruntergeladen wird. Die App unterstützt nur iOS5 und höher.

Android

Mit der Einführung der Pinterest App in Version 1.3 für Android, wird der Pin It Button SDK für  Android-Apps unterstützt. Mit einigen Zeilen Code läst der SDK es, zu Pinterest Inhalte innerhalb von Anwendungen zu teilen. Pinterest unterstützt 2 Arten von Pin Quellen: Bild-URLs und Bild-URIs. In Bild-URLs können Sie den direkten Pfad zu einem Bild im Internet angeben, während Sie bei Bild-URIs einen Pfad auf dem Gerät angeben müssen.

Der SDK erfordert eine installierte Pinterest App. Es werden Hilfsmethoden bereitgestellt, um festzustellen, ob die Pin It Button-SDK unterstützt wird und Pinterest 1.3 oder höher installiert ist.

Weitere Informationen:

http://developers.pinterest.com/

Neu bei Pinterest: Rich Pins!

Um es ganz einfach zu sagen: Betreiber von Websites erhalten die Möglichkeit, Pins strukturiert Zusatzinformationen mitzugeben, um diese auf Pinterest direkt anzureichern. Das betrifft derzeit drei Bereiche:

  • Produkte
  • Rezepte
  • Filme

Besonders für Produkte ist das von großem Vorteil, weil Unternehmen automatisiert Preisinformationen mit an Pinterest übergeben können und dies nicht mehr über den Umweg des IMG ALT-Tag erfolgen muss. So können beispielsweise Preisinformationen und die Verfügbarkeit aktualisiert werden. Im nächsten Bild ist das zu sehen. Direkt unterhalb des Bildes stehen die Informationen, die automatisiert aus etsy herausgelesen wurden. Erst dann kommt die selbst verfasste Beschreibung des Pinners – in diesem Fall Pinterest selbst.

Rich Pin etsy mit Beschreibung, Preis und Verfügbarkeit
Rich Pin etsy mit Beschreibung, Preis und Verfügbarkeit

Man kann nun also einem Pin Informationen mitgeben, die noch dazu aktualisiert werden – und dies ohne die potenzielle Beeinflussung durch einen Pinner.

Ein Board mit vielen Beispielen gibt es hier:
http://pinterest.com/pinterest/products-we-love/

Die Technik

Erfreulicherweise greift Pinterest auf schon Standards zurück, so dass möglicherweise bereits Informationen erfasst werden, ohne dass noch etwas getan werden muss. Eines der benutzten Verfahren – oEmbed – wird auch schon von WordPress, Slideshare oder YouTube eingesetzt, um Meta-Informationen über Objekte weiterzugeben, beispielsweise den Autor.

Folgende Parameter werden interpretiert. Nicht alle sind verpflichtend.

provider_name: Für den Namen des Ladens (z.B. etsy)

url: Der URL der Seite des Pinns

title Der Produktname (z.B. „Super-Shirt“)

description Die Produktbeschreibung (z.B. „Leichtes Baumwoll Shirt mit modischem Aufdruck“)

brand Marken-Name

product_id Produkt-Nummer (z.B. 0815-007)

price Preis

currency_code Der Währungs-Code (z.B.: USD)

availability ist das Produkt auf Lager

quantity wie oft ist das Produkt auf Lager

Hinsichtlich der Interpretation der Währungscodes liegen leider noch keine Informationen vor. Bisher wurden lediglich USD und das britische Pfund interpretiert, um es als Banderole oder Button in die Pins einzubinden. Prinzipiell sollte das jetzt ohne Währungsgrenzen funktionieren, weil auf Standard-Codes zurückgegriffen wird.

Folgende Techniken werden von Pinterest unterstüzt:

  • oEmbed 
  • Schema.org or OpenGraph
  • hRecipe
  • Feeds

Eine genaue Dokumentation findet sich hier:

http://developers.pinterest.com/rich_pins/

Dort bietet Pinterest auch den Zugang auf einen Validator.

Spannend bleibt die Frage, wie Pinterest mit Websites umgeht, die nicht für jedes Produkt in einem eigenen Währungsgebiet eine eigene Seite anlegen, sondern diese dynamisch in die Seiten einbinden. Bei meinen ersten Tests wurden im Pin jeweils USD angezeigt und nicht EUR.

Piqora – ein umfangreiches Tool-Set für Pinterest: Analytics und mehr…

Lange habe ich nicht mehr in mein Blog geschrieben. Das kann eben passieren, wenn man an einem Buch arbeitet – bald ist es gedruckt. Darum geht es mir hier nicht. Gestern gab das ehemalige Pinfluencer seine Umbenennung in Piqora bekannt. Ob es nun cool ist „Piq“ an den Anfang zu stellen, was ja wie pic ausgesprochen wird und iq  an IQ – also Intelligenz -erinnern soll, müssen Sie selbst beurteilen. Das überarbeitete Werkzeug ist auf jeden Fall einer erneuten Betrachtung wert.

Es gibt so einige Werte, Elemente und Funktionalitäten, die ich für ausgesprochen hilfreich halte.

Piquora Top Pin From Boards
Piquora Top Pin From Boards

Das fängt schon damit an, dass man seine erfolgreichsten Pins in einer Übersicht dargestellt bekommt und – das machen viele andere Werkzeuge nicht – auch Zeiträume bestimmen kann. Letztlich erinnert das Menü schon ein wenig an Google Analytics. Das tut der Sache keinen Abbruch: Hilfreich und übersichtlich ist es gemacht. Neben dem kleinen Klappmenü in der rechten oberen Ecke sehen Sie noch etwas, das für die Analytics sehr brauchbar ist: Man kann die Daten als CSV exportieren und damit weiterverarbeiten.

Piqora Influetial Website Pinners
Piqora Influetial Website Pinners

Man kann auch herausfinden wer von der eigenen Website pinnt und sieht gleichzeitig, wie einflussreich die Pinner sind, die da etwas verbreitet haben. Wenn Sie sich die Abbildung etwas genauer ansehen, dann werden Sie feststellen, dass Piqora auch einen Einfluss-Score ermittelt. Wenn ich mal die Gelegenheit habe, werde ich den noch genauer untersuchen. Er zeigt durchaus andere Ergebnisse als beispielsweise pinpuff oder PinReach.

Piquora Profile Metrics
Piquora Profile Metrics

Ein richtiges Dashboard gibt es auch. Ein wenig eigenartig ist es schon, dass das Board rechts versteckt ist und dieses doch recht wichtigen Zahlen so versteckt gelagert werden. Immerhin wird eine recht ansehnliche Zahl von Kennzahlen und deren Entwicklung gezeigt:

  • Viralität
  • Neue Pins
  • Neue Repins
  • Neue Likes
  • Neue Kommentare
  • Neue Follower pro Tag (Wow – ich habe 10 neue täglich).
  • Die Zahl der neuen Follower im Analysezeitraum
  • Das höchste Engagement der Follower (Wochentags)
  • Das höchste Engagement der Follower (Wochenende)

Teilweise wird die Grafik über den Zahlen noch angepasst, so dass man nicht nur den einen wichtigen Zeitpunkt hat, sondern auch noch einen richtig schönen Verlauf:

Piqora Follower Time Engagement
Piqora Follower Time Engagement

Und als wäre das noch nicht genug: Piqora hat noch ein besonderes Bonbon für die Freunde der gepflegten analytischen Verfahren. Ich hatte schon an einigen anderen Stellen darauf verwiesen, wie wichtig es besonders im Fall von Social Media ist, Analytics Werkzeuge miteinander zu verbinden um Konversionen durchmessen zu können. Bisher habe ich bisher immer nur die Möglichkeit gefunden, die Werkzeuge mit Google Analytics zu verbinden. Bei Curalate.com war das beispielsweise so. Das ist schon toll. Aber gerade große Unternehmen setzen oft eine Enterprise Lösung ein. Hier bietet Piqora mehr Schnittstellen an:

  • Google Analytics
  • Adobe
  • Coremetrics

Insgesamt ist das Tool übersichtlich und ausgesprochen hilfreich. Was es kostet, kann ich leider nicht sagen. Ich darf das Tool nutzen, weil ich früher mal einen Pinfluencer Account benutzt habe. Jetzt muss man auf Request Demo klicken. Dafür darf man dann auch noch zeitversetzt pinnen und zusätzlich gibt es ein Kampagnenmodul.