Pinterest SDKs für App Sharing-Buttons

Vielleicht ist es durch die vielen Neuerungen bei Pinterest während der vergangenen Wochen untergegangen. Pinterest stellt jetzt auch einen Software Development Kit (SDK) für die Einbindung von Sharing-Buttons in Android und iOS Apps zur Verfügung.

ModCloth App mit Sharing-Buttons
ModCloth App mit Sharing-Buttons

iOS

Mit der Einführung der Pinterest App in Version 2.3 für iOS, wird der Pin It Button SDK für  iOS-Apps unterstützt. Mit einigen Zeilen Code läst der SDK es zu, Pinterest Inhalte innerhalb von Anwendungen zu teilen. Derzeit ist lediglich das Pinnen von Bildern möglich, wenn diese mit einer Quell-URL versehen sind. Zukünfig sollen auch das Pinnen von Bildern in einer App ermöglicht werden, die lokal in der App vorliegen.

Der SDK erfordert es, dass die Pinterest App installiert ist. Wenn die Pinterest App nicht in Version 2.3 oder höher installiert ist, leitet der Pin It Button den Anwender auf den App Store um, damit diese heruntergeladen wird. Die App unterstützt nur iOS5 und höher.

Android

Mit der Einführung der Pinterest App in Version 1.3 für Android, wird der Pin It Button SDK für  Android-Apps unterstützt. Mit einigen Zeilen Code läst der SDK es, zu Pinterest Inhalte innerhalb von Anwendungen zu teilen. Pinterest unterstützt 2 Arten von Pin Quellen: Bild-URLs und Bild-URIs. In Bild-URLs können Sie den direkten Pfad zu einem Bild im Internet angeben, während Sie bei Bild-URIs einen Pfad auf dem Gerät angeben müssen.

Der SDK erfordert eine installierte Pinterest App. Es werden Hilfsmethoden bereitgestellt, um festzustellen, ob die Pin It Button-SDK unterstützt wird und Pinterest 1.3 oder höher installiert ist.

Weitere Informationen:

http://developers.pinterest.com/

Facebook Mobile Advertising: Mögliche mobile Werbeformen bei Facebook

Eigentlich ist es mir nicht wirklich aufgefallen: In den mobilen Applikationen von Facebook gibt es keine Werbung. Wenn man das Registration Statement analysiert und Worthäufigkeiten durchzählt, so bekommen „Advertising“ und „Mobile“ jeweils 123 Treffer. Knapp die Hälfte der Nutzer greift mobil zu.

Ich habe das Registration Statement nun einfach mal in eine „Tag Cloud“ umgesetzt. Das verschafft schon einen gewissen Überblick:

Schaut man sich die Wolke etwas näher an, so findet man für Advertising zwei weitere semantisch sehr naheliegende Begriffe „Advertisers“ und „Ads“. „Mobile“ taucht auch auf.

In meinem letzten Beitrag, habe ich analysiert, welche neuen Werbeformen Facebook wohl in den kommenden beiden Jahren einführen wird. Mobile hatte ich ausgeklammert. Nun ja – ich bin der Meinung, dass sich nach der Einführung der Sponsored Stories noch sehr viel mehr im Feed abspielen wird. Die Nutzer kennen dieses Verfahren. Der Feed ist auch nicht die Ergebnisliste einer Suchmaschine und so würde Werbung mehr ins Blickzentrum der Nutzer wandern.

Und siehe da: In den Mobil-Applikationen gibt es eigentlich nur noch den Stream – keine Navigation links oder rechts. Dieses mögliche Platzierungsfeld für Werbung fällt völlig weg. Das betrifft bisher sowohl Telefone als auch Tablets, die genug Fläche für eine entsprechende Spalte mit Werbung böten. Daneben gibt es noch einen Start Screen, der potenziell genug Fläche für Werbung hätte.

Damit haben wir drei Ansatzpunkte:

  • der Feed
  • der Start Screen
  • angepasste Applikationen für Tablets

Nach dem „Wo“ stellt sich die Frage nach dem „Was“ und „Wie“. Am wahrscheinlichsten wird es wohl sein, dass die „Sponsored Stories“ auch im Stream bei Mobil Applikationen erscheinen.

Intra Facebook Werbung

Nach meiner Einschätzung macht es darüber hinaus am meisten Sinn im Stream zunächst mit Werbeformen zu beginnen, die sich innerhalb von Facebook abspielen bzw. innerhalb der Applikation. Ein Verlassen der App wäre aus Sicht von Facebook im ersten Schritt kontraproduktiv, weil Nutzer für weitere Nutzungsvorgänge verloren gingen. Das würde heißen, dass Werbung, dies bisher auf der Website in der rechten Randspalte platziert ist und keine externen Links enthält in den Feed integriert wird.

Werbeformen mit externen Links im Stream

Mobile Werbeformen wurden immer wieder mit Location Based Services in Verbindung gebracht. Nun gibt es schon Dienstleister, die hier tätig sind. Google besitzt mit AdMob wohl den größten Dienstleister weltweit. Facebook wird hier sicher nicht zu einem Vermarkter gehen oder selbst etwas entwickeln. Sollte Facebook sich im Bereich Websites entschließen ein Network vergleichbar Googles AdSense aufzubauen, dann wäre es nur naheliegend, dass für Mobile ein Dienstleister gekauft würde. Genug Geld hierfür dürfte durch den Börsengang ja in der Kasse sein. Über eine ausreichende Datenbasis verfügt Facebook mit bald einer Milliarde Nutzer bereits – und die Hälfte davon greift bereits mobil auf das Netzwerk zu.

Keine große Inspiration?

Supertoll und neu wäre dieses Vorgehen nicht – muss es auch nicht sein. Es wäre aus meiner Sicht die konsequente Ausnutzung von Potenzialen, die sich aus einer großen Netzwerk-Nutzerschaft ergeben. Google wurde für Google+ nach einigen gescheiterten Versuchen mit anderen Netzwerken auch vorgeworfen nicht sonderlich innovativ zu sein. Allerdings wurden mit Google+ eben die zur Verfügung stehenden Potenziale gebündelt. Genau das würde Facebook auch machen, wenn es über entsprechend in die Mobile Online-Werbung einsteigen würde. Es wäre in diesem Fall nur nicht der Vorreiter.

Nutzung des Internet an Notebooks und Desktop-Computern geht durch Smartphones zurück

In Europa und Japan ja, in den USA nein. Das zeigt zumindest eine Google Studie, die von IpsosCT (Deutschland) durchgeführt wurde. In Deutschland nutzen innerhalb nur eines halben Jahres 7,5 Prozent der Smartphone-Besitzer ihren PC oder ihr Notebook täglich.

Google-Studie zur Smartphone-Nutzung in den USA, UK, Frankreich, Deutschland & Japan

In den USA, UK, Frankreich, Deutschland und Japan wurden jeweils 2.000 Personen (18 Jahre und älter) im Rahmen eines CATI befragt. Es gab 2 Befragungsphasen (Jan./Feb. 2011 & Sept./Okt. 2011). So ist anzunehmen, dass es pro Land und Phase 1.000 Befragte gab. Wie sie in obiger Abbildung sehen können, wurden selbst die Fallzahlen für die Zellen kommuniziert. Ich finde das erfreulich und erstaunlich. In vielen anderen Fällen muss man an dieser Stelle spekulieren.

Die Ergebnisse sind schon ein recht starker Indikator dafür, dass die Nutzung von Desktop-Coputern und Notebooks in den kommenden Jahren zurückgehen wird. Viele Funktionen – wie E-Mails Schreiben, Nutzung von Social Media-Plattformen, online Einkäufe, Radiohören oder Fernsehen werden durch Smartphones, Tablets oder andere Geräte substituiert werden.

Das Ergebnis an sich ist nicht weiter erstaunlich. Erfreulich ist allerdings, dass es durch die Studie von Google einen emprischen Beleg gibt. Die vollständigen Ergebnisse der Studie sind bei The Verge zu finden.