Piqora – ein umfangreiches Tool-Set für Pinterest: Analytics und mehr…

Lange habe ich nicht mehr in mein Blog geschrieben. Das kann eben passieren, wenn man an einem Buch arbeitet – bald ist es gedruckt. Darum geht es mir hier nicht. Gestern gab das ehemalige Pinfluencer seine Umbenennung in Piqora bekannt. Ob es nun cool ist „Piq“ an den Anfang zu stellen, was ja wie pic ausgesprochen wird und iq  an IQ – also Intelligenz -erinnern soll, müssen Sie selbst beurteilen. Das überarbeitete Werkzeug ist auf jeden Fall einer erneuten Betrachtung wert.

Es gibt so einige Werte, Elemente und Funktionalitäten, die ich für ausgesprochen hilfreich halte.

Piquora Top Pin From Boards
Piquora Top Pin From Boards

Das fängt schon damit an, dass man seine erfolgreichsten Pins in einer Übersicht dargestellt bekommt und – das machen viele andere Werkzeuge nicht – auch Zeiträume bestimmen kann. Letztlich erinnert das Menü schon ein wenig an Google Analytics. Das tut der Sache keinen Abbruch: Hilfreich und übersichtlich ist es gemacht. Neben dem kleinen Klappmenü in der rechten oberen Ecke sehen Sie noch etwas, das für die Analytics sehr brauchbar ist: Man kann die Daten als CSV exportieren und damit weiterverarbeiten.

Piqora Influetial Website Pinners
Piqora Influetial Website Pinners

Man kann auch herausfinden wer von der eigenen Website pinnt und sieht gleichzeitig, wie einflussreich die Pinner sind, die da etwas verbreitet haben. Wenn Sie sich die Abbildung etwas genauer ansehen, dann werden Sie feststellen, dass Piqora auch einen Einfluss-Score ermittelt. Wenn ich mal die Gelegenheit habe, werde ich den noch genauer untersuchen. Er zeigt durchaus andere Ergebnisse als beispielsweise pinpuff oder PinReach.

Piquora Profile Metrics
Piquora Profile Metrics

Ein richtiges Dashboard gibt es auch. Ein wenig eigenartig ist es schon, dass das Board rechts versteckt ist und dieses doch recht wichtigen Zahlen so versteckt gelagert werden. Immerhin wird eine recht ansehnliche Zahl von Kennzahlen und deren Entwicklung gezeigt:

  • Viralität
  • Neue Pins
  • Neue Repins
  • Neue Likes
  • Neue Kommentare
  • Neue Follower pro Tag (Wow – ich habe 10 neue täglich).
  • Die Zahl der neuen Follower im Analysezeitraum
  • Das höchste Engagement der Follower (Wochentags)
  • Das höchste Engagement der Follower (Wochenende)

Teilweise wird die Grafik über den Zahlen noch angepasst, so dass man nicht nur den einen wichtigen Zeitpunkt hat, sondern auch noch einen richtig schönen Verlauf:

Piqora Follower Time Engagement
Piqora Follower Time Engagement

Und als wäre das noch nicht genug: Piqora hat noch ein besonderes Bonbon für die Freunde der gepflegten analytischen Verfahren. Ich hatte schon an einigen anderen Stellen darauf verwiesen, wie wichtig es besonders im Fall von Social Media ist, Analytics Werkzeuge miteinander zu verbinden um Konversionen durchmessen zu können. Bisher habe ich bisher immer nur die Möglichkeit gefunden, die Werkzeuge mit Google Analytics zu verbinden. Bei Curalate.com war das beispielsweise so. Das ist schon toll. Aber gerade große Unternehmen setzen oft eine Enterprise Lösung ein. Hier bietet Piqora mehr Schnittstellen an:

  • Google Analytics
  • Adobe
  • Coremetrics

Insgesamt ist das Tool übersichtlich und ausgesprochen hilfreich. Was es kostet, kann ich leider nicht sagen. Ich darf das Tool nutzen, weil ich früher mal einen Pinfluencer Account benutzt habe. Jetzt muss man auf Request Demo klicken. Dafür darf man dann auch noch zeitversetzt pinnen und zusätzlich gibt es ein Kampagnenmodul.

 

Bounce Rate – Rolle und Interpretation in den Social Media Analytics

Ganz grundsätzlich ist die Bounce Rate definiert als Anteil der Visits mit einer PageImpression an den gesamten PageImpressions. In Analytics Werkzeugen wird die Rate mitunter verschieden gemessen, teilweise musste sie auch noch als Metrik manuell angelegt werden, dann ist sie abhängig von der Implementation.

Eine wirklich ganz wundervolle Einführung gibt Avinash Kaushik. Das Video ist allemal sehenswert.

Allerdings sollte man an dieser Stelle gerade für Social Media Analysen weiter differenzieren. Man könnte beispielsweise etwas wie eine Bounce Rate 1 und eine Bounce Rate 2 einführen – das ist ein wenig vergleichbar der Methode, die man aus der Deckungsbeitragsrechnung kennt. Avinash hat alle Bounces in einen Topf geworfen – alles was nur eine PageImpression lang war, ist aus dieser Sicht schlecht.

Bounce Rate 1 & Bounce Rate 2

Sicher ist es schlimm, wenn 75 Prozent der Nutzer eine Website nach nur einer PI verlassen. Es ist geradezu tragisch – man muss etwas tun. Stellen Sie sich bitte vor, Sie haben ein Blog und treue Leser. Ihre neuen Texte teasern Sie auf Twitter, Facebook und Google+. Wieviele Ihrer Seiten werden diese Nutzer anschauen? Der größte Teil der treuen Leser wird eine Seite ansehen. Wenn sie Ihren Artikel toll finden, wird der Artikel von einigen Nutzern erneut geteilt. Wie wird es sich mit neuen Nutzern verhalten? Wenn diese Ihr Blog toll finden, sollten sie mehr als eine Seite anschauen, Ihrem Blog in einem Social Network folgen etc.

Aus meiner Sicht ist die Differenzierung der Bounce Rate hinsichtlich neuer und wiederkehrender Besucher sehr wichtig. Das betrifft eben insbesondere Social Media Aktivitäten. Und das ganz abgesehen von der Messproblematik der Bounce Rate an sich. Google Analytics definiert die Bounce Rate, wie eingangs erwähnt, als den Anteil der Visits mit nur einer PageImpression an allen Visits. Bei einer genaueren Analyse bemerkt man, dass dies nicht ganz stimmt.. Es gibt schließlich Seiten, auf denen sich ein Nutzer auch etwas länger beschäftigen kann und vielleicht auch noch Aktionen ausübt, die mitunter als Event gemessen werden, aber nicht als PageImpression/PageView. Es kann sich um das Abonnement eines Newsletters, die Nutzung eines Social PlugIns etc. handeln. Justin Cutroni hat das sehr anschaulich beschrieben.

Um es nicht ausufern zu lassen:

  • Bounce Rate 1: Anteil unbekannter Nutzer, die bouncen.
  • Bounce Rate 2: Anteil bekannter Nutzer, die bouncen.

Durch diese Differenzierung wird die Interpretation der Daten, wie sie beispielsweise Avinash Kaushik empfiehlt, bereichert und damit sicherer.

Bounce Rate 1 & 2
Bounce Rate 1 & 2

In der Abbildung habe ich es etwas überzeichnet dargestellt: Der Balken entspricht der gesamten Bounce Rate. Der dunklere Teil ist der Teil der unbekannten Nutzer die bouncen. Der hellere Teil des Balkens sind bekannte Nutzer, die bouncen. Während bei Kanal 1 die Bounce Rate mit 60 Prozent recht hoch liegt und der Anteil der bekannten Nutzer gering ist, ist dies bei Kanal 3 anders. Hier stammt die Hälfte der Bounces von bekannten Nutzern. Das ist weit weniger tragisch. Es heißt schließlich, dass Nutzer regelmäßig zu einem Kurzbesuch der Seite zu bewegen sind.

Hinsichtlich Kanal 3 fällt auf, dass der Anteil neuer Besucher, die bouncen, mit Kanal 2 identisch ist. Allerdings ist der Anteil bekannter Besucher, die bouncen, geringer.

Es ergeben sich also sowohl neue Erkenntnisse als auch neue Fragestellungen aus dieser Betrachtung. Im Fall des Vergleichs von Kanal 2 und Kanal 3 sollte man die Besuche mit einer höheren Nutzungsintensität auch hinsichtlich neuer und bekannter Besucher vergleichen.

Es sollte klar geworden sein, dass man durch die weitere Differenzierung der Bounce Rate zu wertvollen Schlüssen kommen kann. Dass in diesem Zusammenhang die Web Analytics Tools noch unzureichend mit Standard-Berichten vorbereitet sind, ist sicher nur eine kleine Schwierigkeit. Einen Bericht zu kopieren, um ihn mit einer weiteren Dimension zu versehen, erscheint mir in vielen denkbaren Fällen allerdings durchaus lohnend – und das betrifft nicht ausschließlich Social Media. Auch bei AdWord-Kampagnen kann das hilfreich sein.

Pinterest für Unternehmen – der ultimative Guide für’s Marketing

Über Pinterest wird viel geschrieben und auch in Deutschland steigen die Nutzerzahlen. Wie Pinterest für Unternehmen funktioniert sollte erklärt werden. Deshalb, dieses eBook, PDF oder wie auch immer Sie dazu sagen möchten. Es sind 40 Seiten geballtes Wissen – kostenlos!

Zielgruppe des Dokuments sind mittlere und große Unternehmen sowie Dienstleister.

Inzwischen habe ich auch ein Buch zum Thema verfasst, das im August 2013 erschienen ist:

Aus dem Inhalt

1. Warum Pinterest
Was ist Pinterest? – Reichweitenentwicklunng – Viralität & SEO – hohe Referralrate – Pinterest ist positiv!

2. Für welche Unternehmen eignet sich Pinterest?

3. Vorbereitung der eigenen Website
Inhaltliche Fragen – Sharing-Dienst aktivieren – Lassen Sie sich folgen – wie Sie das Pinnen verhindern.

Pinterest für Unternehmen Der ultimative Guide für’s Marketing - PDF-Download
Pinterest für Unternehmen
Der ultimative Guide für’s Marketing – PDF-Download

4. Registrieren einer Pinterest Page
Wie registrieren? – der About-Text – SEO

5. Das Anlegen von Boards
Technische Aspekte – Planung – Follower – wieviele & welche Boards anlegen?

6. Anlegen von Pins
Bilder – Kurztext – Domain & Zieladresse

7. Pinterest-Werkzeuge – Analytics & Management
Was von der eigenen Domain gepinnt wird kontrollieren – PinReach – Pinpuff Pinfluence – Pinerly – Pintics – Repinly

8. Tracking der Pins mit Google-Analytics

9. Herausforderung des Pinterest Monitoring

10. Wann & wie PostenZeiträume – Postingmengen – Reihenfolge der Pins – Workflow

11. Wie Follower bekommen?
Follow me-Button –  Werbung auf der eigenen Website – Gewinnspiele – Bewerben in anderen Social Networks – bezahlte Werbung & Fans kaufen? – pinnen, liken, repinnen, folgen

 12. Vorsichtig wachsen

Direkt – SlideShare

by Andreas Werner

Pinerly – bald nicht mehr nur ein Pinterest Analytics Tool

Pinerly wird wohl mal sowas wie Hootsuite für Pinterest. Das kurz vorweg. Nachdem ich in früheren Artikeln schon auf Pinerly verwiesen hatte, wurde ich gefragt, was ich zu dem Thema sagen kann. Tja – Pinerly ist noch stark in der Beta-Phase. Derzeit kann man damit Pins setzen. Diese werden mit einem Redirect versehen. So werden die Klicks auf diese Pins gemessen. Das ist eigentlich so, als ob man einen Shortener – z.B. bit.ly – benutzt, um mitzuzählen. Wenn man mit „Edit“ bei Pinterest auf einen Pin geht, sieht man das unter „Link“:

Der Pinerly Redirect
Der Pinerly Redirect

Wie schon in meinem Artikel hinsichtlich des Pinterest Kampagnen Tracking mit Google Analytics beschrieben, bleibt der URL beim „Repin“ erhalten. Man kann also auch nach dem „Repin“ Klicks auf die Pins messen – sofern der URL nicht von einem „Repinner“ manipuliert wird. Man könnte wohl sagen, dass ein zu großer Anteil an Messwütigen, die Qualität der Ergebnisse verschlechtert. Sicher ein kleiner Haken, der bei der Verwendung von Shortenern genauso existiert.

Allerdings hat die Nutzung von Pinterly an dieser Stelle noch einen weiteren Nachteil. Man sollte seine Domain nochmal in die Erläuterung zum Pin schreiben, da Pinterest die Pinerly-Adresse in die Visualisierung des Pins zieht:

Pin mit Pinerly Nutzung
Pin mit Pinerly Nutzung

Das ist schon ein wenig unschön. Prinzipiell könnte Pinterest eine solche Funktionalität auch selbst anbieten, dann könnte die finale Ziel-Domain im Pin stehenbleiben – zumindest bei professionellen Accounts und gegen Bezahlung.

Was man dann bei Pinerly als Ergebnis zu sehen bekommt, sieht schon gut aus:

Pinerly Reportansicht
Pinerly Reportansicht

Die Klicks auf Pins gehen mit wenig Verzögerung in die Statistik ein. Was „Likes“ und „Repins“ betrifft – man muss sich ein wenig gedulden. Sie brauchen etwas Zeit, bis die Daten aufgearbeitet sind. Dann bekommt man allerdings auch die gesamte potenzielle Reichweite für ein Pin angezeigt!

Scheduling-Werkzeug

Demnächst ist bei Pinerly ein Scheduling-Werkzeug geplant. Das ist spannend. Auch wenn es Versuche gibt, den optimalen Pin-Zeitpunkt zu bestimmen, so ist es aus meiner Sicht auf jeden Fall ratsam, Pins verteilt über größere Zeiträume zu setzen. Das ergibt auf dem Bildschirm der Nutzer einen besseren optischen Eindruck und erhöht die Zahl von „Likes“ und „Repins“.

Nutzungsaufwand

Update (7.05.2012) Pinerly stellt nun ein Bookmarklet zur Verfügung. Der Nutzungsaufwand ist nun nicht mehr viel höher als bei der Nutzung des Pinmarklet von Pinterest. Die haben ein großes Lob verdient! Nun ist Pinerly auch weniger aufwändig als die Nutzung von Google Analytics.  Allerdings kann dabei besser gruppiert werden.

Pinerly Bookmarklet
Pinerly Bookmarklet

Datenmanagement

Mit einem Web Analytics Tool stehen erweiterte Auswertungs-Optionen zu Verfügung, die es mit Pinerly nicht gibt. Allerdings hat man in Pinerly auch die Werte hinsichtlich Likes und Repins gleich neben dem Pin stehen. Noch dazu kann man Klicks auf Pins messen, deren Ziel-URL auf eine fremde Page zeigt. Es ist also entscheidend, wie man mit den Daten weiter verfahren möchte.

Anmelden?

Ja – unbedingt! Das Analyse-Werkzeug ist noch in der geschlossenen Beta-Phase. Es kann also etwas dauern, bis man es nutzen darf. Ansonsten ist ein Tool zum zeitversetzten pinnen – so ein Buffer – durchaus hilfreich. Ich persönlich bin von der Pinerley URL in den Pins nicht begeistert. Aus der Sicht von Pinterest würde es sich durchaus lohnen, in guter alter Twitter-Manier Pinerly zu übernehmen. Es liefert die noch fehlenden Funktionalitäten bei Pinterest.

Weitere Tools & Ansätze zur Pinterest Analyse

PinReach – ein Pinterest Analytics/Insights Tool

Pinfluence – ein Klout für Pinterest & Analytics Daten

Repinly – Pinterest Statistik

Pinterest: Tracking von Pins der eigenen Website mit Google Analytics

Anforderungen an Pinterest Analytics & Monitoring

Pinterest: Tracking von Pins der eigenen Website mit Google Analytics

Von Pinterest geht viel Referral-Traffic aus. Das ist inzwischen bekannt. Mit Web-Analytics Tools wie Google Analytics, Webtrends oder Omniture kann dieser Traffic ausgewertet werden. Man weiß dann beispielsweise, welches Pin für wieviel Traffic verantwortlich ist.

Die selbst gesetzten Pins kann man allerdings auch mit Kampagnen-Parametern versehen. Diese bleiben auch erhalten, wenn ein „Repin“ stattfindet (und der Pinterest-Nutzer den URL nicht manipuliert). Das Verfahren ist ähnlich wie in anderen Bereichen der Social Media oder der Online-Werbung. Die Kampagnen-Parameter werden an den URL gehängt; klickt ein Nutzer nun einen Pin an und gelangt über den Link auf eine Website, so wird dies erfasst.

Auf diesem Weg kann der Erfolg der selbst gesetzten Pins mit dem Gesamt-Referral-Erfolg durch Pinterest in Relation gebracht werden. Das Vorgehen mit Google-Analytics ist denkbar einfach – auch wenn die Bearbeitung derzeit noch manuell erfolgen muss und etwas Aufwand verursacht, der aus meiner Sicht vertretbar ist. In der folgenden Abbildung sehen Sie die beispielhafte Generierung der Tracking URL für ein Instagram:

Google-Analytics Gernerierung Pinterest Tracking URL
Google-Analytics Generierung Pinterest Tracking URL

Wenn man ein Produktbild, oder wie ich hier – ein Bild pinnt, dann kann man bei Pinterest im ersten Schritt den URL des Bildes nicht editieren, wohl aber wenn man das Bild anschaut und auf „Edit“ klickt. Man muss dann einfach die Tracking-URL in das entsprechende Feld kopieren (Link):

Editieren der Pinterest Tracking-URL
Editieren der Pinterest Tracking-URL

Nachfolgend sehen Sie mein Test-Board. Es wäre nett, wenn Sie den einen oder anderen Pin anklicken oder repinnen. Wenn ich ein wenig mehr Daten als jetzt habe, füge ich noch Screenshots der Google Analytics Reports in diesen Artikel ein.

Test Board
Test Board