Social Networks legen im Mai in USA zu – MySpace überrascht, Pinterest stockt

  • MySpace: Monatsgewinner
  • Pinterest: leichter Rückgang
  • Facebook: Nutzung konstant
  • Google+: legt stark zu
  • Fotonetzwerke stabil

Fast alle Social Networks in den USA legten im Mai zu – nur Pinterest musste einen leichten Rückgang von unter zwei Prozent Unique Visitors hinnehmen. Ob man deshalb panisch reagieren muss – gerade aufgrund des gewaltigen Anstiegs der Nutzer im vergangenen Jahr ist eine Ermüdung mehr oder weniger natürlich und mit nahezu 20 Millionen Nutzer gehört es noch immer ganz stabil zur zweiten Reihe.

Die größte Überraschung kommt – wie schon im April – von MySpace. Der Network-Opa legt locker den größten Reichweitenzuwachs von allen Netzwerken hin. Unsere deutsche VZ-Gruppe würde sich über eine solche Wende freuen: Plus 14,15 Prozent binnen Monatsfrist.

Reichweitenentwicklung MySpace in den USA (Quelle: compete.com)
Reichweitenentwicklung MySpace in den USA (Quelle: compete.com)

Auch Google+ ist auch wieder gut dabei. Mit über 22 Millionen Nutzern und einem Zugewinn von 10,32 Prozent ist es sicher keine Geisterstadt. Es sieht alles nach einem langsamen, dafür aber stabilen Wachstum aus.

Stabil ist das Stichwort: Bei Facebook tut sich in den USA wirklich nichts mehr. Mit einer Zunahme der Nutzer um fünf Prozent im Jahresverlauf scheint die Wachstumsgrenze wirklich erreicht zu sein. Ob es da mal ein oder zwei Prozent rauf oder runter geht mag Analysten interessieren. Aus meiner Sicht wird es wohl mittelfristig bei einer Zahl von etwa 160 Millionen Nutzern in den USA bleiben. Twitter bleibt bei um die 40 Millionen Nutzer und LinkedIn wird es schwer haben, über 30 Millionen monatliche Nutzer zu kommen.

Unique Visitors USA Apr. 2012 May. 2012 Dev. Month Dev. Year
Facebook

154.573.438

156.977.704

1,56%

4,99%

Google+

20.201.117

22.285.516

10,32%

Twitter

39.878.977

42.278.067

6,02%

47,10%

Pinterest

19.744.958

19.379.864

-1,85%

2.657,91%

MySpace

21.579.107

23.881.721

14,15%

-22,44%

LinkedIn

25.719.853

26.345.894

2,43%

36,61%

Flickr

17.666.191

18.121.209

2,58%

-20,50%

Photobucket

15.870.750

15.923.483

0,33%

-21,21%

Quelle: compete.com

Stabilisiert haben sich auch die Fotonetzwerke. Nachdem sie im vergangenen Herbst einen starken Einbruch zu verzeichnen hatten, scheint sich die Entwicklung beruhigt zu haben.

Reichweiten-Entwicklung Social Networks USA: Facebook konstant, Google+ rückläufig

  • Facebook: Nutzung konstant
  • Google+: Nutzung leicht rückläufig
  • Pinterest: Zeit des gigantischen Zuwachses vorbei
  • MySpace: Wieder Reichweitenzuwachs

Am erstaunlichsten war diesen Monat, die Umstellung des Interfaces bei compete.com. Dort muss man sich inzwischen einloggen. Überraschen war auch die generelle Korrektur der Reichweitenwerte nach unten. Das betrifft auch die Vergangenheitswerte. Ich habe mir nicht die Mühe gemacht nachzurechnen – überschlägig wurden die Unique Visitors um weniger als fünf Prozent nach unten korrigiert. Da lässt sich verschmerzen.

Sehr viel spannendes passiert derzeit nicht. Hinsichtlich Pinterest muss man feststellen, dass entgegen anders lautender Meldungen die Reichweite noch immer zunimmt – nicht mehr so stark wie noch vor wenigen Monaten, aber immerhin noch um zwölf Prozent und damit stärker als die meisten anderen Netzwerke. Lediglich MySpace wächst einen Prozentpunkt stärker. Das ist die eigentliche Überraschung des April.

Reichweitenentwicklung Facebook in den USA (Quelle: compete.com)
Reichweitenentwicklung Facebook in den USA (Quelle: compete.com)

Bei Facebook steht der Börsengang an und in den USA tut sich bei der Reichweite wirklich nichts mehr. Der Zuwachs von knapp fünf Prozent im Verlauf der vergangenen zwölf Monate ist kaum der Rede wert. Die Nutzerzahl in den USA scheint ihre Wachstumsgrenze beinahe erreicht zu haben. Dafür wurde ja in Deutschland zugelegt.

Unique Visitors USA Mar. 2012 Apr. 2012 Dev. Month Dev. Year
Facebook

152.644.185

154.573.438

1,26%

4,78%

Google+

20.649.673

20.201.117

-2,17%

Twitter

38.925.611

39.878.977

2,45%

44,99%

Pinterest

17.611.059

19.744.958

12,11%

3.981,71%

MySpace

19.064.402

21.579.107

13,19%

-34,36%

LinkedIn

26.776.989

25.719.853

-3,95%

59,07%

Flickr

17.642.005

17.666.191

0,14%

-17,89%

Photobucket

16.626.603

15.870.750

-4,55%

-22,67%

Quelle: compete.com

Die Zahl der Unique Visitors bei Google+ ging leicht zurück, bei Twitter stieg sie leicht. Flickr scheint ein stabiles Publikum zu haben, seit einigen Monaten passiert wirklich nichts mehr. Die Nutzerzahl bleibt konstant, auch wenn im Jahresvergleich ein Rückgang zu verschmerzen ist.

Reichweiten-Entwicklung Social Networks USA: Im März keine großen Sprünge

  • Google+ und Twitter legen stärker zu als Pinterest
  • Twitter ist der absolute Monatsgewinner
  • LinkedIn: Professionelle Networks haben ihren Platz

Ist die Zeit der großen Sprünge vorbei? – Pinterest legte im März „nur“ um 12 Prozent zu. Das kennzeichnet den Wendepunkt in der durch wachsenden Anstieg der Nutzung gekennzeichneten Entwicklung.

Unique Visitors Pinterest USA (Quelle: compete.com)
Unique Visitors Pinterest USA (Quelle: compete.com)

Man darf gespannt sein: Wird der Reichweitenzuwachs von Pinterest weiter schrumpfen? Letztlich war der fortgesetzte explosionsartige Anstieg der Nutzung auch nicht weiter möglich. Entgegen meiner Vermutung aus dem vergangenen Monat wurden Google+ und Flickr nicht überholt.

Prozentual ist die Reichweite von Google+ im März am stärksten gewachsen. Insgesamt erreichen Google+ und Twitter ihre bisher größte Reichweite. Auch LinkedIn gesellt sich zu diesem Club. Das Professional Network hat im Jahresverlauf um 60 Prozent zugelegt. Negative Einflüsse durch die Entwicklung anderer Networks sind nicht zu vermelden.

Unique Visitors USA Feb. 2012 Mar. 2012 Dev. abs. Dev. % / Month Dev. % / Year
Facebook

166.890.799

169.915.715

3.024.936

1,81%

20,73%

Google+

18.915.810

21.640.334

2.274.524

14,40%

Twitter

37.201.228

42.037.710

4.836.482

13,00%

35,53%

Pinterest

16.230.441

18.182.602

1.952.161

12,03%

4.861,42%

MySpace

17.735.003

19.103.494

1.368.491

7,72%

-51,51%

LinkedIn

26.186.887

28.103.480

1.916.603

7,32%

60,70%

Flickr

18.255.322

18.425.863

170.541

0,93%

-15,94%

Photobucket

16.458.895

17.051.898

593.003

3,60%

-21,01%

Quelle: compete.com

Auch die übrigen Plattformen erholen sich leicht – obwohl diese „Erholung“ zum großen Teil auf einen Monat mit zwei Tagen mehr als der Februar zurückzuführen ist. So sind die Zuwächse von Facebook, Flickr und Photobucket aus meiner Sicht keine wirklichen Gewinne. Der Zuwachs der Nutzung von Social Media stockte im März.

Nachfolgend noch die Abbildungen für die übrigen im Beitrag genannten Networks.

Unique Visitors Facebook USA (Quelle: compete.com)
Unique Visitors Facebook USA (Quelle: compete.com)
Unique Visitors Google+ USA (Quelle: compete.com)
Unique Visitors Google+ USA (Quelle: compete.com)
Unique Visitors Twitter USA (Quelle: compete.com)
Unique Visitors Twitter USA (Quelle: compete.com)
Unique Visitors MySpace USA (Quelle: compete.com)
Unique Visitors MySpace USA (Quelle: compete.com)
Unique Visitors Twitter USA (Quelle: compete.com)
Unique Visitors Twitter USA (Quelle: compete.com)
Unique Visitors Flickr USA (Quelle: compete.com)
Unique Visitors Flickr USA (Quelle: compete.com)
Unique Visitors Photobucket USA (Quelle: compete.com)
Unique Visitors Photobucket USA (Quelle: compete.com)

Die Bestimmung der idealen Posting-Zeitpunkte für Facebook, Twitter & Co.

Die Bestimmung des idealen Posting-Zeitpunkts ist ein viel diskutiertes Thema. Natürlich wird es mit Methoden der Social Media Analytics angegangen. Aber um es gleich vorweg zu nehmen: Die präskriptive Bestimmung des idealen Zeitpunkts ist sehr schwierig und aufwändig. Man sollte natürlich Social Media Analytics einsetzen. Auf die Spitze treiben sollte man es jedoch nicht. Warum? – Man analysiert immer Vergangenheitsdaten. Leider bleibt das Verhalten der Nutzer nicht so stabil, wie es notwendig wäre, um einen idealen Zeitpunkt für eine Mitteilung a priori bestimmen zu können.

Aggregierte Daten – wenig hilfreich

Häufig sind allgemeine Empfehlungen – beruhend auf aggregierten Auswertungen der gesamten Nutzerschaft einer Plattform – zu finden, wie beispielsweise in der folgenden Infografik. Hierzu muss man sich nur eine Frage stellen: Sind meine Kunden gleich dem durchschnittlichen Nutzer einer Social Media Plattform – beispielsweise Facebook – oder unterscheiden sich meine Fans vom Durchschnitt? – Abgesehen davon, dass die Infografik von KISSmetrics sich auf die USA bezieht, sind solche Daten also nur dann relevant, wenn die eigenen Fans und Follower den Durchschnitt der Plattform darstellen.

Social Timing als Durchschnitt (Quelle KISSmetrics.com)
Social Timing als Durchschnitt (Quelle: KISSmetrics.com)

Es werden also Durchschnittswerte für

  • die beste Posting-Zeit in verschiedenen Zeitzonen
  • die beste Zeit für Retweets/Reshares
  • die beste Zeit für die höchste CTR/Interaktion

ermittelt. Aber wie schon geschrieben: Trifft das auch auf die eigenen Nutzer zu? Ich wage zu behaupten, dass dies in den seltensten Fällen so sein wird. Dennoch erhält man Anhaltspunkte für eigene Tests: Um die Mittagszeit bekommen Tweets die meisten Klicks und gegen „End of Business“ wird am stärksten Re-Tweeted. Dagegen werde Facebook Posts um die Mittagszeit am häufigsten geteilt.

Individuelle Bewertung

Erheblich aufschlussreicher sind die Ergebnisse von Tools wie SocialBro. Darin werden die Zeiten für Twitter-Nachrichten entsprechend der Zahl der Follower bewertet, die zu den jeweiligen Zeiten online waren, nicht „sind“. Ausgewertet werden Vergangenheitsdaten. Wenn man sich die Empfehlungen über einen Zeitraum mehrerer Wochen anschaut, so stellt man doch regelmäßig Änderungen fest.

Timing-Empfehlung für Twitter-Nachrichten des Datenonkel von SocialBro
Timing-Empfehlung für Twitter-Nachrichten des Datenonkel von SocialBro

Allerdings sind das auch wieder nur Durchschnittszahlen – bezogen auf den Durchschnitt der eigenen Follower. Dies müsste man – wenn man sauber arbeiten will – natürlich segmentieren und noch dazu das was man erreichen möchte auch noch berücksichtigen.

Was heißt das? – Die schwarzen Punkte in der Abbildung sagen, dass 10 % der Follower in der vergangenen Woche zu den jeweiligen Zeitpunkten online waren. SocialBro ist so nett und qualifiziert dies noch ein wenig. Es werden jeweils die 100 Follower mit dem größten Einfluss in die Bewertung aufgenommen. Dabei handelt es sich um diejenigen, die besonders viele eigene Follower haben und gleichzeitig selbst posten, retweeten etc.

Das ist schon sehr hilfreich. Follower, die zwar online sind, aber Tweets nicht verbreiten oder noch nicht einmal den enthaltenen Link anklicken sind deutlich weniger wert. Diese recht allgemeine Aussage sollte an dieser Stelle erlaubt sein.

Allerdings ergibt auch diese Methode lediglich Anhaltspunkte für Tests – mehr nicht! Eine tiefergehende Bewertung der Ergebnisse ist notwendig.

Ziele und Messgrößen

Auch wenn man mit Tools wie SocialBro arbeitet, kommt man nicht umhin, sich die Frage nach den Zielen des Social Media Engagements zu stellen. Aus diesen Oberzielen für Social Media lassen sich Ziele für einzelne Plattformen und für dort stattfindende Aktionen ermitteln. Dies sind in den meisten Fällen Meldungen unterschiedlicher Form. Auch wenn final Ziele wie Erhöhung von Kundenzufriedenheit, Steigerung der Kundenbindung und Umsatz im Vordergrund stehen, so müssen hierfür zunächst messbare Indikatoren gefunden werden. Dabei erfolgt die Datenerhebung in den meisten Fällen auf der Ebene von Postings bzw. wird Meldungen zugeordnet.

Was ist also zu tun? – Ein generelles und einfaches Rezept existiert leider nicht. Es gibt allgemeine Erfahrungswerte, wie sie oben geschildert wurden. Möglicherweise hat man von Mitbewerbern etwas hinsichtlich Erfahrungen gehört, vielleicht auch aus Branchen mit einer ähnlichen Nutzerschaft. Auf Social Media spezialisierte Agenturen sind hier deutlich im Vorteil. Diese verfügen durch ihre Arbeit über einen breiteren Erfahrungsschatz. Dennoch bleibt nichts anderes übrig als möglichst systematisch zu testen und die Ergebnisse zu dokumentieren.

Zunächst müssen „Learnings“ generiert werden, wie es neudeutsch so schön heißt. Es muss ein Aussendeplan erstellt werden, mit dessen Hilfe geprüft wird, wann welcher Typ von Meldung den größten Erfolg hat, um sich mit späteren Aktionen daran zu orientieren.

Facebook Optimierung

Facebook bietet hierfür die in der folgenden Abbildung dargestellte Gruppierung an:

Facebook Measures
Facebook Measures

So wird deutlich, dass man sich hinsichtlich der Ziele klar sein muss:

  • Hinsichtlich welcher Größe möchte man optimieren?
  • Möchte man die Measures gewichten und so ein allgemeines Optimum für die eigenen Posts erreichen?
  • Sollen unterschiedliche Optima für verschiedene Typen von Postings erreicht werden? (z.B. Fotoalben, Interaktions-Aufforderungen, Produktmeldungen, Pressemeldungen etc.)

Meistens sind die mit dem Social Media Engagement verbundenen Ziele nicht über ein einziges Kriterium abbildbar. Häufig werden zwar „Fans“ und „Follower“ als KPI genannt. Abgesehen davon, dass ein Fans & Follower an sich einen sehr geringen Aussagegehalt hinsichtlich des Erfolgs haben, leitet sich der Erfolg i.d.R. aus einer Kombination von verschiedenen Aktionen und den hierfür relevanten Messgrößen ab.

Datenaufbereitung

An die Zahlen für die eigene Nutzerschaft kommt man, indem man Nachrichten ähnlichen Inhalts und jeweils gleicher Form zu unterschiedlichen Zeitpunkten testet und die Ergebnisse hinsichtlich der einzelnen Beiträge sauber dokumentiert. Dabei muss man beachten, dass die Daten der Facebook Insights auf der Website oder im API für die beitragsweise Auswertung sehr viel genauer sind als die downloadbaren Daten. Diese sind lediglich auf ein Datum bezogen, nicht auf den einzelnen Beitrag.

Man kann die Liste der Beiträge Copy ’n Paste von der Website übernehmen. Hierbei geht einem allerdings der für die Auswertung überaus wichtige Sendezeitpunkt verloren. Dieser muss nachgetragen werden, genauso wie die inhaltliche Ausrichtung des Beitrags. Die Datentabelle sollte dann auch noch um eine Spalte für die Aussende-Stunde und den Aussende-Wochentag erweitert werden. Nun kann man schon durch einfaches Sortieren und Aggregieren erkennen, wann die für die eigenen Nutzer relevanten Aussende-Zeiten sind. Gegebenenfalls muss die Tabelle noch um weitere Spalten erweitert werden, wenn beispielsweise verschiedene Sprachen und Länder in unterschiedlichen Zeitzonen über die gleiche Page bedient werden. Mitunter sind auch das Wetter, Fernsehprogramm oder Branchenveranstaltungen relevante Kriterien.

Ist man damit zufrieden, dass eine Meldung in einen Stream geladen wurde, dann wird man hinsichtlich der Reichweite optimieren und Meldungen folglich dann aussenden, wenn möglichst viele der eigenen Nutzer online sind. Die Wirkung eines Inhalts ist zweifellos höher, wenn Fans auch noch damit interagieren und sogar Likes oder Comments abgeben. Leider sind solche Nutzer mitunter zu anderen Zeiten online als das Reichweitenmaximum. Wie soll nun reagiert werden? – Es ist notwendig Indexwerte aus den Facebook Insights zu generieren.

In Indexwerten wird die Relevanz einzelner Kriterien anteilsmäßig abgebildet. Man kann also der Reichweite beispielsweise ein Gewicht von 40 Prozent geben, Engaged Users 20 Prozent, Talking about this 20 Prozent und der Virality ebenfalls 20 Prozent. Dabei muss man beachten, dass der Ergebniswert standardisiert ist. Das heißt, dass durch eine Veränderung der gesamten Fanzahl kein Einfluss auf den Indexwert stattfinden darf. Dies kann man beispielsweise so erreichen:

(Reichweite / Fans)*0,4 + (Engaged Users / Fans)*0,2 + (Talking about this / Fans)*0,2 + ((Virality*Reichweite)) / Fans)*0,2

Nun muss man nur noch die Indexwerte sortieren und nach den Aussende-Zeitpunkten schauen. Gleichartige Nachrichten sollten dann in der nächsten Periode zum ermittelten Zeitpunkt verschickt werden.

Auch die Häufigkeit von Postings kann mit dieser Methode überprüft werden. In diesem Fall sind Redaktionspläne für verschiedene Zeitfolgen zu entwickeln und deren Ergebnisse zu bewerten.

Das Verfahren an sich sollte rollierend eingesetzt werden. Es handelt sich um einen fortlaufenden Optimierungsprozess.

Dies sind nicht alle Instrumente, mit dem man hinsichtlich der einzelnen Posts arbeiten kann. Relevant sind auch die erzielten Referrals. Diese verbergen sich in obiger Abbildung im Bereich der „Engaged Users“. Es handelt sich dabei um Nutzer, die durch das Anklicken eines Links auf eine andere Seite geleitet wurden. Wie in diesem Zusammenhang vorzugehen ist, wird weiter unten erklärt. Zunächst wird das eben geschilderte Verfahren noch auf Twitter umgesetzt.

Twitter Optimierung

Für Twitter ist die Optimierung leider etwas aufwändiger, je nach Abhängigkeit der benutzten Tools. Um eine gewisse Vergleichbarkeit der Bewertung zu ermöglichen, sollten die Messwerte möglichst synchron genutzt werden. In der folgenden Abbildung ist ein Versuch zu sehen, die möglichen Metriken von Twitter hinsichtlich der von Facebook im Herbst 2011 vorgegebenen Struktur einzuordnen:

Twitter Measures entsprechend Facebook Struktur
Twitter Measures entsprechend der Facebook Struktur

Für Kunden oder VIPs gibt es mittlerweile Statistiken für die Beiträge. Einen ersten Einblick gewährt Sascha Lobo. Das Twitter-Tool weist nach Einschätzung von Sascha Lobo nicht vollständig valide Werte aus. Es kommt zu Abweichungen gegenüber anderen Tools. Dies sollte insgesamt jedoch nicht weiter stören. Die Relationen bleiben, soweit ich dies beurteilen kann, gewahrt. Da auch noch eine Index-Bildung stattfindet, sind die konkreten Werte ohnehin von nachrangiger Bedeutung.

Man sollte sich auf ein Tool oder ein festes Set von Werkzeugen konzentrieren und sicherstellen, dass es zu keiner Verwechselung hinsichtlich der Werte kommt. In einigen Tools werden beispielsweise die Klicks auf Links mit Views übersetzt. Dabei handelt es sich um die von Twitter selbst gemessenen Klicks. Meist werden diese mit Tools wie Bit.ly  gemessen oder in Tools wie HootSuite (Ow.ly).  Mitunter werden auch Impression-Werte genannt, beispielsweise bei SproutSocial, die keine valide Grundlage haben.

Das Vorgehen entspricht nun komplett dem bei Facebook. Es muss getestet werden. Beachten sollte man dabei, dass es

  1. zwischen den Fans auf Facebook und den Followern auf Twitter Unterschiede geben kann;
  2. Posts, die auf Facebook zu einem bestimmten Zeitpunkt funktionieren, bei Twitter eine Bruchlandung erleiden können;
  3. ein entsprechend angepasster Testplan notwendig ist.

Die resultierenden Daten werden in eine Tabelle übertragen und angereichert sowie mit einer Typologie versehen. Die Auswertung erfolgt wie bei Facebook.

Crossposting-Effekte

Mit der hier vorgestellten Methode wird isoliert ausgewertet. Man optimiert Facebook. Man optimiert Twitter. Effekte hinsichtlich des Verschickens gleicher oder ähnlicher Inhalte zu gleichen oder unterschiedlichen Zeitpunkten wurden nicht untersucht. Hierfür wäre ein eigenes Testdesign zu entwickeln.

Messung von Referral-Effekten

Facebook und Twitter bieten Möglichkeiten, die Zahl von Referrals zu messen. Vielfach ist dies jedoch nicht ausreichend. Gerade bei Produkt-Postings gibt es zu recht die Anforderung, nicht nur die Zahl zu ermitteln, sondern unter Umständen noch die resultierende durchschnittliche Visit-Länge in Impressions, möglicherweise sogar zurechenbaren Umsatz.

Hierfür muss die Web-Analyics Applikation für die zu prüfende Website zum Einsatz kommen. Dies geschieht – soweit ich dies beurteilen kann – noch viel zu selten. Der Grund hierfür: Es sind oft unterschiedliche Dienstleister und Abteilungen, die sich um Social Media und die Websites kümmern, so dass es hier zu einer unzureichenden Nutzung von Optimierungspotenzialen kommt.

Google hat hier etwas vorgearbeitet und bietet einen Standard-Reportsatz an, mit dessen Hilfe einige Fragestellungen beantwortet werden können. Justin Cutroni hat die Einsatzmöglichkeiten ein wenig erläutert. Allerdings – und hier liegt die Einschränkung – werden die Auswertungen an dieser Stelle lediglich für die Netzwerke an sich gemacht. In den Standard-Reports ist das Herunterbrechen auf einzelne Postings nicht vorgesehen, auch wenn eine Zuordnung von Landingpages möglich ist, was immerhin brauchbare Anhaltspunkte ergibt.

Immerhin ist es ohne großen Aufwand möglich, Bounces herauszufiltern oder nur Besuche mit Conversions. Weitere Anpassungen verursachen etwas Aufwand. Allerdings ist es bei Google so, dass es nur zwei Nutzertypen für die Reports gibt und man vielleicht deshalb einer Social Media Agentur keinen Zugriff auf die vollständigen Daten gewähren möchte. Ein Ausweg könnte hier das regelmäßige Versenden des Reports per E-Mail sein.

Eine Umsetzung mit Webtrends oder Omniture ist ebenfalls möglich. Man kann beispielsweise die Referrer-Reports filtern. Leider gibt es nach meinem Wissen bisher noch keine entsprechenden vorbereiteten Standard-Reports die für die Aufgabe genutzt werden können, gleichwohl können für diese Produkte entsprechende Reports konstruiert und angelegt werden. Der Aufwand hierfür kann leicht bei 3-5 Personentagen liegen.

Die so gewonnenen Werte müssen ebenfalls in die für Facebook und Twitter angelegten Tabellen übertragen werden. Die Indexwerte sind anzupassen und entsprechend zu konstruieren. Das Verfahren der Optimierung bleibt gleich. Man ist damit auch in der Lage, den Zeitpunkt für Meldungen hinsichtlich direkter Conversions zu optimieren. Dabei sollte man allerdings beachten, dass lediglich ein Teil der tatsächlich auf eine Aktion zurückzuführenden Konversionen mit diesem Verfahren gemessen wird, nämlich die, die im gleichen Visit erfolgen. Kommt ein Fan oder Follower später erneut zur Website, um ein in einem Post beworbenes Produkt zu kaufen, dann wird dies normalerweise nicht zugerechnet. An dieser Stelle sollte man sich genau über die Funktionsweise des eigenen Reportings informieren.

US-Social Networks verlieren im Februar auf breiter Front: Google+ minus 10,39% Unique Users, einzig Pinterest gewinnt

  • Pinterest einziger Gewinner im Februar: plus 45,39%
  • Google+ verliert am stärksten – minus 10,36%
  • Alle anderen verlieren auch – in einem Monat, dem ein Tag fehlt

Es sind keine guten Nachrichten für Google+ – ein Verlust von 10,36 % Reichweite im Februar. Ob das dramatisch ist, wird sich noch zeigen. In seiner kurzen Karriere kam der Knick in der Entwicklung schon öfter vor:

Reichweitenentwicklung Google+ (Quelle: compete.com)
Reichweitenentwicklung Google+ (Quelle: compete.com)

Facebook wird das vor dem Börsengang sicher ein wenig freuen. Berücksichtigt man, dass der Februar 2012 zwei Tage weniger hat als der Januar, dann wurde letztlich keine Reichweite verloren.

Erfreulich ist die Lage für Pinterest: Mit einer Zunahme von 45,69 % und absolut über fünf Millionen Unique Visitors scheint der Sprung auf Platz zwei der Social Networks in den USA noch in diesem Jahr sicher. Der Indikator hierfür ist das stetige Reichweitenwachstum im Verlauf der vergangenen Monate.

Unique Visitors USA Jan. 2012 Feb. 2012 Dev. abs. Dev. %
Facebook

168.599.429

166.890.799

-1.708.650

-1,01%

Google+

21.101.595

18.915.810

-2.185.785

-10,39%

Twitter

39.523.152

37.201.228

-2.321.924

-5,87%

Pinterest

11.140.641

16.230.441

5.089.800

45,69%

MySpace

19.999.550

17.735.003

-2.264.547

-4,57%

LinkedIn

27.442.181

26.186.887

-1.255.304

-4,57%

Flickr

18.711.216

18.255.322

-455.894

-2,44%

Photobucket

16.972.779

16.458.895

-513.884

-3,03%

Quelle: compete.com

Der Reichweitenrückgang der übrigen Netzwerke ist nicht wirklich dramatisch. Da sich die Reichweite nicht gleichmäßig über den Monat verteilt aufbaut, heißt das, dass man fünf oder sechs Prozent Rückgang durch den kürzeren Monat erklären kann. Es gibt eben auch tägliche Nutzer. Gegen Ende des Monats kommen immer weniger neue Unique Vistitors dazu.

Man sollte also von leichten Verlusten ausgehen. Freuen wird man sich bei MySpace, Flickr und Photobucket nach der Entwicklung im Verlauf des vergangenen Jahres kaum.

Wollen wir darauf wetten, wann MySpace seine Pforten schließt? Zum Jahresende?

Uneinheitliche Entwicklung der US-Social Networks im Januar: Facebook verliert 1,74 % Unique Users, Pinterest gewinnt 54,55 %

  • Facebook ist der Verlierer im Januar -1,74%
  • Pinterest abermals stärkster Zuwachs 54,55%
  • LinkedIn legt stark zu 12,26%
  • Google+ wächst um 5,49%
  • MySpace verliert 5,03%

Der Schrecken vor dem Börsengang: Facebook hatte im Januar entsprechend der Erhebung von compete.com 2012 in den USA weniger Unique Visitors als im Dezember 2011. Der Rückgang ist mit 1,74 Prozent schwach, wohl aber schmerzlich vor dem Börsengang.

Google+ konnte dagegen leicht zulegen. Mit einem moderaten Plus von 5,33 Prozent entspricht dies wohl nicht den Erwartungen, die durch andere Studien geschürt wurden. Bei Google wird man sich wohl verhalten freuen. Ob man Twitter angesichts des zurückgehenden Wachstums dieses Jahr noch überholen wird, muss sich zeigen.

Twitter, musste im Januar, ebenso wie Facebook, leichte Verluste hinnehmen (-2,20%) und rutsche wieder unter die Marke von 40 Millionen monatlichen Nutzern in den USA.

Der eindeutige Gewinner des Monats ist Pinterest. Im Januar hat der Bildchendienst sowohl prozentual  (55,55%) als auch nach absoluten Zahlen (3.932.232) am stärksten zugelegt. Angesichts dieser Wachstumsraten scheint es absehbar, dass Pinterest entsprechend der Reichweite dieses Jahr noch auf Platz drei oder vier der Social Networks in den USA landen wird.

Unique Visitors USA Dec. 2011 Jan. 2012 Dev. abs. Dev. %
Facebook

171.581.636

168.599.429

-2.982.207

-1,74%

Google+

20.003.731

21.101.595

1.097.864

5,49%

Twitter

40.411.065

39.523.152

-887.913

-2,20%

Pinterest

7.208.409

11.140.641

3.932.232

54,55%

MySpace

21.058.546

19.999.550

-1.058.996

-5,03%

LinkedIn

24.444.383

27.442.181

2.997.798

12,26%

Flickr

17.020.801

18.711.216

1.690.415

9,93%

Photobucket

17.343.563

16.972.779

-370.784

-2,14%

Quelle: compete.com

MySpace wurde im Januar von Google+ überholt und hat nun weniger als 20 Millionen Nutzer monatlich.

Wie schon vermutet, handelte es sich beim Rückgang der Nutzerzahlen von LinkedIn im vergangenen Dezember um eine saisonale Schwankung. Im Januar hatte das Professional Network knapp 3 Millionen Nutzer mehr als im Dezember. Zum Vergleich: XING legte in im Januar entsprechend der Visits um etwa 25% zu.

Nachfolgend noch die Abbildungen für die übrigen im Beitrag genannten Networks.



Der entsprechende Beitrag aus dem Januar 2012, mit den Zahlen für Dezember 2011 ist hier zu finden.

Facebook verliert 1,74 % Unique Users, Google+ gewinnt 5,33 % im Januar

Der Schrecken vor dem Börsengang: Facebook hatte im Januar entsprechend der Erhebung von compete.com 2012 weniger Unique Visitors als im Dezember 2011. Der Rückgang ist mit 1,74 Prozent schwach, wohl aber schmerzlich vor dem Börsengang.

Google+ konnte dagegen leicht zulegen. Mit einem moderaten Plus von 5,33 Prozent entspricht dies wohl nicht den Erwartungen, die durch andere Studien geschürt wurden. Bei Google wird man sich wohl verhalten freuen.

Die genauere Analyse folgt.

Google+ Nutzerzahlen für Deutschland

Mit plusdemographics.com steht eine neue Quelle hinsichtlich Zahl und Demographie der Deutschen Google+ Nutzerschaft zur Verfügung. Es sind jetzt – im Januar 2012 – knapp 2 Millionen Accounts, die gemessen wurden.

Die Zahl an sich wird dabei sicher noch mit Fehlern behaftet sein, aber schon relativ nahe an die tatsächliche Zahl der Accounts bzw. Nutzer heranreichen. Deshalb zunächst zur Methode. plusdemographics.com hat etwa 45 Millionen öffentliche Accounts gecrawlt und auf diesem Web die Informationen gewonnen. Hier die Methodenbeschreibung:

We have been tracking public profiles on Google+ since even before its public launch in summer of 2011. With a sense of modesty, we’ve become somewhat of an unofficial authority on this social network.

In January 2012, we crawled and indexed just over 45 million public Google+ profiles (45,015,599 to be exact). This dataset forms the basis of the report you’ve just read.

A statistically relevant number of users had provided data, such as Gender, Location and Relationship Status, in their public profiles. We then used these data to extrapolate to the full Google+ population. One of the more difficult challenges we faced was the fact that the data in these fields were „free form“ and unstructured. We were able to normalize it for most of the fields to a degree of accuracy with which we are comfortable.

Age Range, while not a specific field found in profiles, was determined across the Google+ population by assuming that users had begun college at the age of 18. By working backward, or forward as it were, we calculated the user’s current age based on the start of their freshman year.

Wichtig: Durch Carwling werden Account-Zahlen gemessen, diese werden mit der Zahl der aktiven Nutzer in Relation gesetzt. Dem liegt die Annahme zugrunde, dass beide Strukturen – also Accounts und aktive Nutzer – hinsichtlich der interessierenden Parameter gleich verteilt sind. Wenn dem so ist, können Aussagen hinsichtlich Nutzerzahl und Demographika getroffen werden.

Beachten sollte man den Satz hinsichtlich der statistisch relevanten Zahl von Nutzern. In nicht allen 45 Millionen Accounts sind die in die Auswertung eingehenden Variablen ausgefüllt. Einzig das Geschlecht ist ein Wert der auszufüllen ist (Drop-down) und als Default-Wert öffentlich gezeigt wird. Dabei können sich die Nutzer allerdings auch auf den Wert „Sonstiges“ zurückziehen, was ein Anteil von unter 5 Prozent macht. Wir dürfen also beruhigt davon ausgehen, dass drei Viertel der Nutzerschaft männlich und ein Viertel weiblich ist.

Geschlechterverteilung deutscher Google+ Nutzer (Angabe "Sonstige" möglich)

Hinsichtlich der weiteren Variablen wird es schwierig. Unter Verwendung der Crawling-Methode können lediglich die von den Nutzern als öffentlich eingestuften Informationen in die Auswertung eingehen. Viele der Informationen sind per Default auf „öffentlich“ eingestellt, die Nutzer müssen diese allerdings nicht ausfüllen. Wenn weitere Information eingetragen werden, wie beispielsweise „ich suche“, dann können diese einen anderen Status (z.B. „Kreise“) bekommen und sie gehen nicht in die Auswertung ein. Dennoch dürften die Ergebnisse hinsichtlich des Beziehungsstatus recht valide sein: 35 Prozent Single, 30 Prozent verheiratet.

Noch schwieriger wird es, wenn es Freitextfelder gibt, die auszufüllen sind. Bei den Wohnorten werden relativ wenige Fehler auftreten, bei Arbeitgebern schon eher (z.B. Bundeswehr, Army, Luftwaffe).

Wir sollten an dieser Stelle damit zufrieden sein, dass wir einen einigermaßen brauchbaren Wert für die Nutzerzahlen von Google+ bekommen und wissen, welche Geschlechterverteilung vorliegt.

Google Plus: 90 Millionen aktive Nutzer

Anscheinend kam es zu etwas Verwirrung hinsichtlich eines Satzes, den Larry Page im Rahmen einer Quartalskonferenz am 19.01.2012 nannte. Deshalb hier das Zitat:

I’m also pleased to announce that there are over 90M Google+ users — well over double what I announced just a quarter ago on our earnings call. Engagement on + is also growing tremendously. I have some amazing data to share there for the first time: +users are very engaged with our products — over 60% of them engage daily, and over 80% weekly.

Es handelt sich dabei um die gesamte aktive Nutzerschaft. Es sind also „weltweit“ Zahlen, die nicht den von den für die USA ermittelten Zahlen von compete.com wirklich widersprechen. Für die USA wurde wurden von compete für den Dezember 2011 etwa 20 Millionen Nutzer gemessen.

Nimmt man die derzeitige Nutzerschaft von Facebook als Maßstab – also 800 Millionen, von denen 170 Millionen in den USA beheimatet sind (das heißt, dass etwa 21 Prozent der Nutzer in den USA leben). Geht man nun davon aus, dass die Verteilung für Google Plus ähnlich ausschaut, dann ermittelt man etwa 94 Millionen Nutzer.

Sicher – das ist eine Rechenweise über die man diskutieren kann. Schließlich sind Google und Facebook nicht in allen Ländern gleich stark. Als Richtschnur sollte das jedoch reichen.

Wir können also davon ausgehen, dass Google+ 54 Millionen tägliche Nutzer hat und wöchentlich 72 Millionen.

Das Argument, dass bei Google+ auch Nutzer mitgezählt werden die nur ein „+1“ vergeben oder lurken, trifft die Nutzerzahlen von Facebook in gleichem Maße.

Reichweite Google+: Plus 40 Prozent Visitors im Dezember 2011

  • Google legt im Dezember knapp 40 % zu
  • Facebook gewinnt 5,36 %
  • Flickr verliert wiederum stark: -5,90 %
  • Saisonaler Verlust bei LinkedIn?
  • Pinterest legte um 61,75 % zu

An anderer Stelle wurde von gewaltigen Zuwächsen von Google+ im Dezember berichtet. Stimmt – Google hat im vergangenen Dezember in den USA entsprechend der Daten von compete.com um etwa 40 Prozent gegenüber dem November zugelegt. Das ist schon ein gewaltiger Zuwachs von 5,7 Millionen Unique Visitors. Facebook hat 5,36 Prozent Unique Visitors gewonnen. Das sind absolut 8,7 Millionen. Das Network hat also absolut mehr Nutzer gewonnen als Google+. Die Saison mag beide bereichert haben und man darf auf die weitere Entwicklung gespannt sein. Auch Twitter hat mit einem Plus von 5,12 Prozent auch ein recht gutes Ergebnis hingelegt. Allerdings erscheint es aufgrund der absoluten Entwicklung bei Google, im Laufe des Jahres den zweiten Rang der unten genannten Social Networks zu verlieren. Google wird die Position wohl spätestens im Herbst dieses Jahres einnehmen.

Unique Visitors Nov. 2011 Dec. 2011 Dev. abs. Dev. %
Facebook

162.845.614

171.581.636

8.736.022

5,36%

Google+

14.302.394

20.003.731

5.701.337

39,86%

Twitter

38.444.075

40.411.065

1.966.990

5,12%

Pinterest

4.456.402

7.208.409

2.752.007

61,75%

MySpace

21.439.161

21.058.546

-380.615

-1,78%

LinkedIn

25.083.232

24.444.383

-638.849

-2,55%

Flickr

18.088.563

17.020.801

-1.067.762

-5,90%

Photobucket

17.102.891

17.343.563

240.672

1,41%

Quelle: compete.com

Den stärksten relativen und absolut zweitstärksten Zuwachs hatte übrigens Pinterest.com.  Mit nun 7,2 Millionen Visitors nimmt der bildorientierte Dienst zwar noch keine Spitzenposition ein, die Wachstumsraten lassen jedoch noch einiges erwarten.

Der Rückgang bei MySpace hat sich verlangsamt. Das Minus liegt unter zwei Prozent. Dagegen ist Flickr mit einem Verlust von 5,90 Prozent der Verlierer des Monats. Photobucket hat sich dagegen leicht erholt.

Ob LinkedIn nur saisonal verliert oder ob der  Verlust in zwei aufeinanderfolgenden Monaten von einer Abwanderungsbewegung in Richtung Google+ rührt, lässt sich aufgrund der Datenlage derzeit nicht sagen. Die nächsten Monate werden hier aufschlussreich sein. Wenn sich die Entwicklung bei Google+ fortsetzt und sich die Entwicklung bei LinkedIn nicht umkehrt, wird es im Januar wohl von Google+ überholt.

Hier noch die zugehörigen Abbildungen von compete.com: