PinGraphy – zeitversetzt pinnen

Zeitversetzt pinnen – vielleicht so ein Buffer – könnte ganz nützlich sein. Es gibt eine Reihe von Werkzeugen mit denen das mittlerweile möglich ist. Wildfire und Curalate sind Beispiele für Lösungen die Geld kosten. Kostenlos geht es (noch) mit PinGraphy. Im August und September wurde das Werkzeug verschiedentlich oberflächlich besprochen. Für mich ein Grund, es einer etwas genaueren Analyse zu unterziehen.

Zeitversetzt pinnen kann schon hilfreich sein. Kontinuierlich pinnen, ohne zu viele Pins auf ein mal abzusetzen, scheint vom den größten Erfolg bei der Generierung von echten Followern  zu haben. Ein Werkzeug mit dem das möglich ist, wäre also ausgesprochen hilfreich. Besonders für Online-Shops wäre ein entsprechendes Werkzeug nützlich.

Da ich keine Werbung für einen Shop machen möchte, aber eine Beispielseite benötige, mit der ich testen kann, ist meine Wahl auf WandernBonn gefallen. Angelica boggt dort über ihre Wanderungen rund um Bonn, dem Rheinsteig im Siebengebirge, Venn oder eben dem Rotweinwanderweg an der Ahr. Sie schreibt ganz wunderbar und mach wirklich schöne Fotos – oft mehr als zwölf oder fünfzehn pro Wanderung. Genau die geeignete Ausgangssitzation! Ich habe also ein Board „Rotweinwanderweg Ahr“ angelegt, um zu zeigen, wie PinGraphy funktioniert.

Registrierung und erste Schritte

Man kann sich mit seinem Pinterest Account registrieren. Das ist einfach. Der nächste Schritt besteht schon darin, das Marklet in seiner Browser-Bookmark-Leiste zu platzieren. PinGraphy hat das Ding am Kopf der Seite sehr auffällig platziert und noch dazu sehr einfach erklärt – deutlicher und simpler als Pinterest selbst.

Man kennt die Funktion schon von Pinterest und Pinerly und doch ist es ein wenig anders:

Pin-Auswahl bei PinGraphy
Pin-Auswahl bei PinGraphy

Im Gegensatz zu deren Verfahren ist es möglich, gleich mehrere Pins auszuwählen. Durch Anklicken kann man markieren, welche Bilder einer Seite man pinnen möchte. Besonders für Shops könnte das hilfreich sein. Die Arbeit würde sich beträchtlich abkürzen.

Pins mit PinGraphy editieren
Pins mit PinGraphy editieren

Das Werkzeug zieht brav die Alt-Texte der Bilder. Das ist wunderbar. Man sieht auch die Ziel-URLs und kann diese bearbeiten – und beispielsweise Kampagnen-Tags von Google Analytics mitgeben. Bei einem Test hat das funktioniert – auch wenn man ja leider nie so sicher sein kann, was Pinterest mit solchen Erweiterungen anstellt. Mitunter werden diese manipuliert oder schlichtweg gelöscht.

Bilder bearbeiten

Bilder in PinGraphy bearbeiten
Bilder in PinGraphy bearbeiten

Ein wenig Instagram darf auch noch sein. Mit dem Klick auf „Enhance Image“ öffnet sich ein Bearbeitungsfenster – nette Spielerei. Ich habe ein Foto ein wenig bearbeitet (Angelica – entschuldige bitte).

Pingraphy Schedule
Pingraphy Schedule

Mit dem Schedule Fenster kommt dann aber genau das, was man nicht will: Alle ausgewählten Bilder werden zum gleichen Zeitpunkt gepinnt. Schön wäre es eben, wenn es möglich wäre, die Zeit pro Bild einzeln einzustellen. Aber man kann eben nicht alles haben, wenn man kostenlose Tools benutzt. In einer kostenpflichtigen Profi-Version sollte eine solche Funktionalität vorhanden sein – denken wir einfach an Buffer.

Pingraphy Übersicht
Pingraphy Übersicht

Schließt man den Pin-Vorgang ab, so bekommt man eine Übersicht der Pins mit dem jeweils vorgesehen Zeitpunkt. Man kann Pins einzeln löschen aber leider nicht mehr einzeln editieren.

PinGraphy Results
PinGraphy Results

Ergebnisse werden dann auch noch angezeigt. Das ist nett, wird auch sauber dargestellt. Das ist schon ok so. Die gesetzten Pins wurde platziert.

Bewertung

PinGraphy ist wirklich brauchbar und angenehm zu bedienen. Es ist ein tolles kostenloses Werkzeug. Wenn man die Pins auch noch einzeln mit einem Zeitpunkt versehen könnte wäre es perfekt. Hinsichtlich der statistischen Daten würde ich allerdings ein anderes Tool vorziehen.

Bottlenose 2.0

Bottlenose mochte ich schon etwas länger. Die Steams von Twitter, Facebook und RSS lassen sich integriert anschauen und analysieren. Soweit so gut. Dafür gibt es auch eine Reihe weiterer Tools. Die Delphinnase kann etwas mehr. Den Namen trägt das Werkzeug wegen des Sonarcharakters, den es zudem hat.

Der Bottelnose Start-Screen
Der Bottelnose Start-Screen

Zunächst sieht man eine übersichtliche Navigationsspalte, die einlaufenden Posts aus den angelegten Accounts. Leider fehlt dabei noch Google+. Die Sonargraphik lässt einen vermuten, wie die derzeitige Themenstruktur der Freunde oder Gefolgten ist.

Das ist hübsch anzusehen, funktional und einfach zu bedienen. Neue Nachrichten laufen automatisch ein. Wenn man eine Nachricht anklickt, wie im nächsten Beispiel, dann erhält man neben der Nachricht, dem Inhalt auf den in der Nachricht verwiesenen wird, auch noch Informationen zum Sender, Re-Tweets etc. angezeigt. Das ist sehr hilfreich und nützlich.

Anzeige einer Nachricht in Bottlenose
Anzeige einer Nachricht in Bottlenose

Neben den ohnehin in Twitter gespeicherten Searches können eigene hinzugefügt werden, es gibt Empfehlungen und jeweils das Sonar dazu. Zusätzlich können diese Suchen allerdings zusätzlich mit Metriken versehen werden, was besonders bei hohen Trefferzahlen ausgesprochen hilfreich erscheint.

Relevanzmetriken bei Bottlenose
Relevanzmetriken bei Bottlenose

In obiger Abbildung ist zu sehen, was möglich ist. Die Auswahl kann dann  automatisiert weiterverarbeitet werden:

Automatisierung bei Bottlenose
Automatisierung bei Bottlenose

Viele Arbeitsschritte, die ansonsten manuelles Eingreifen erfordern, können also automatisiert werden. Da erscheint es fast schon als grobe Nachlässigkeit, dass Positings nicht terminiert werden können – zumindest habe ich keine entsprechende Möglichkeit gefunden. Allerdings merkt sich das Tool die benutzen Tags, so dass diese einfach per Drop-down in Meldungen eingebunden werden können. Dies reduziert die Fehleranfälligkeit.

Die Sonarwolke sollte ich auch nochmal zeigen. Man kann sie wirklich ausgezeichnet konfigurieren. Das bezieht sich auf die Zahl der Äste und Topics, Layer (Topics, Sender, Hashtags, Nachrichten-Typen). Zudem sind Zeitschnitte möglich und Ausschnittvergrößerungen.

Funktionalität der Sonar-Wolke
Funktionalität der Sonar-Wolke

Derzeit befindet sich Bottlenose noch immer in der „Betaphase“. Man kann es nur auf Einladung hin benutzen. Mit einem Kloud-Score größer 30 scheint die Tür auch offen zu stehen. Das habe ich allerdings nicht überprüft.