Social Media für Frauen: Pinterest

Dienstag , 13. Mai 2014 kommentieren

Frauen stellen den Großteil der Pinner – das wussten wir schon immer. Huch ein Reim. Das war keine Absicht, aber ich lasse das mal so stehen. Nach verschiedenen Studien, die ich hier nicht nochmal extra raussuchen möchte, waren es etwa 66 bis 80 Prozent der Nutzerschaft. Jetzt hat RJMetrics nachgemessen und noch erstaunlichere Ergebnisse veröffentlicht. Es sind nicht nur 80 Prozent Frauen und nur 20 Prozent Männer die pinnen. Die Nutzungsintensität der Damen ist auch sehr viel höher als die der Männer. So sind 92 Prozent der Pins von Frauen und nur 8 Prozent von Männern.

Wenn Sie sich jetzt fragen, wie diese Ergebnisse ermittelt wurden, dann ist das gut. Es handelt sich um Methoden der Social Media Analytics. Es wurde eine Zufallsstichprobe der öffentlich verfügbaren Daten von 50.000 Pinnern gezogenen und deren Pinnverhalten ausgewertet.

Social Media Analytics: Frauen beherrschen Pinterest

Dass dabei das Pinnverhalten nach Tageszeit ausgewertet werden kann ist klar. Man muss nicht mehr analysieren als die Zahl von Pins zu den jeweiligen Zeitpunkten – das ist alles.

Pinnen nach Stunde

Pinnen nach Stunde

Wenn man dann noch ein wenig mehr Informationen hat, die man mit den Pins verbinden kann, dann lassen sich noch weitere Analysen durchführen. Aus den Einrichtungsdatum des Accounts und der dem Zeitpunkt des letzten Pins desselben Accounts kann man beispielsweise zu folgendem Ergebnis kommen:

Männer drop off

Männer drop off

Frauen sind nach 4 Jahren noch zu 80 Prozent bei Pinterest, Männer haben sich zu 50 Prozent verabschiedet. Schon aus dieser Analyse ist es zulässig zu folgern, dass der Frauenanteil auf Pinterest in absehbarer Zeit nicht sinken wird. Pinterest ist das Frauennetzwerk – oder besser: die Social Media Plattform für Frauen. Eine weitere Analyse von RJMetric verdeutlicht das noch stärker:

Geschlechter und Pins pro Jahr

Geschlechter und Pins pro Jahr

Während Frauen immer mehr pinnen je länger sie dabei sind, lassen Männer bereits nach einem Jahr nach. Die Sammelleidenschaft von Bildern scheint Damen einfach mehr zu packen als Herren.

Auch wenn dies im Detail interessante und spannende Ergebnisse sind, so sollte die Analyse zusätzlich deutlich gemacht haben, auf welche Weise Analysen mit öffentlich zugänglichen Analytics-Daten durchgeführt werden können. Es sind Ergebnisse möglich, die in dieser Form mit reaktiven Methoden kaum in dieser Sicherheit möglich sind. Die Beschäftigung mit den APIs der Netzwerke lohnt sich durchaus.

 

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