Pintics – viel mehr als ein Pinterest Analytics Tool

Dienstag , 29. Mai 2012 4 Kommentare

Ich habe bisher schon einige Social Media Analyse Werkzeuge für Pinterest besprochen. Pintics geht weit über diese hinaus und bildet den gesamten „Funnel“ ab. Man sieht nicht nur, wie erfolgreich einzelne Boards sind. Das ist wie in den anderen Tools: Fans, Likes und Repins werden angezeigt. Sondern man kann, wenn man Google Analytics benutzt, auch noch Visits, PageViews, die Bounces und, wenn bewertete Conversions erreicht wurden, die induzierten Sales sehen. Die Zahl der Pins sollte vielleicht noch ergänzt werden, sie fehlt noch in der Übersicht.

Pintics Übersichts Dashboard

Pintics Übersichts-Dashboard

Pintics unterscheidet drei Ebenen der Analyse. Es gibt das Übersichts-Dashboard, in dem das Ergebnis eines Accounts zusammenfasst wird. Eine Ebene tiefer liegen die Boards. Man erhält die gleichen Werte, die es schon im Übersichts-Dashboard gibt und eine Ebene weiter die Pins.

Pintics Ergebnisse Boards

Pintics: Boards Übersicht

Das ist auf der Ebene der Boards bereits jetzt – das Produkt ist in der Beta-Phase – sehr übersichtlich gelöst. Wenn es Pins gibt, die zu groß sind, um diese in der Tabelle sauber darzustellen, werden diese wie bei Pinterest selbst beschnitten. Leider fehlen in der Tabelle noch relative Werte, sowie die Zahl der Pins. In Webtrends, einem Tool der Enterprise-Klasse, gibt es hierfür die „Calculated Measures“. Vielleicht kommt diese Funktion ja in einer Professional Version von Pintics.

Zudem wäre es hilfreich, wenn man die Zahlen als CSV exportieren könnte. Dann wären eigene weitere Berechnungen mit weniger Aufwand möglich. Auch dies ist eine Funktionalität, die in eine Professional Version eingebaut werden sollte. Bei Curalate gibt es diese Download-Möglichkeit.

Pintics Pins Übersicht über alle

Pintics: Pin Übersicht (alle)

Eine entsprechende Übersicht gibt es auch über alle Pins. Allerdings werden die Pins hier immer in ihrer vollen Länge angezeigt, was die Darstellung bei Infographiken etwas unübersichtlich macht. Behebbar ist dies – schließlich unterscheidet sich das Template kaum vom vorhergehenden.  Zusätzlich gibt es noch eine weitere Darstellung auf der Ebene der Boards.

Pintics Pin Boards Popular

Pintics: Pin by Boards (Popular)

Diese ist zweigeteilt. Es gibt die Popular Pins und in der nächsten Abbildung die erfolgreichsten Pins hinsichtlich Traffic.

Pintics Boards Traffic from Pins

Pintics: Pin by Boards (Traffic)

In diesen Darstellungen wird der Umsatz nicht mehr angezeigt. Diesen müsste man, wenn er relevant ist, in der Einzelübersicht ablesen. Der Raum wird an dieser Stelle für den Verlauf der Metriken innerhalb der vergangenen sieben Tage benutzt. Ein Verschieben der Grafik an den  Kopf und damit einhergehend eine etwas größere Darstellung wären vorteilhaft. Leider werden auch in dieser Darstellung die besonders langen Pins nicht begrenzt.

Ein ausgesprochen nützliches Werkzeug

Auch wenn es hinsichtlich der Darstellung und der Ergonomie noch einigen Verbesserungsbedarf gibt: In Kombination mit Google Analytics bietet Pintics das, was man sich für Social Media wünscht – es wird nicht nur innerhalb der Plattform analysiert, sondern auch noch der Erfolg, der auf der eigenen Website erzielt wird. Dabei wird selbst ein kritisches Moment hinsichtlich Pinterest berücksichtigt. Viele der generierten Referrals enden in Bounces. Diese werden ausgewiesen und können eliminiert werden. Da stört es kaum, dass über der Tabelle ein Prozentzeichen steht, obwohl es sich um die absolute Zahl von Visits handelt.

Im Vergleich zu Pinerly ist der Aufwand sehr viel geringer, wenn man mit Google Analytics arbeitet, weil nicht jeder Pin einzeln getaggt werden muss. Allerdings funktioniert die Erfolgsmessung nur für die eigene Website. Dafür werden nicht nur Referrals gemessen – auch Conversions werden in die Analyse einbezogen.

Demnächst soll es noch einen Scheduler für das zeitgesteuerte Pinnen geben. Das ist eine Funktionalität, die sich viele Pinner wünschen. Ich drücke den Jungs derweil die Daumen. Sie leisten eine großartige Arbeit. Wie geschrieben Pintics ist beta. Derzeit kann man sich für einen kostenlosen Test registrieren.

Für die Technikspezialisten noch ein Hinweis: Wenn Sie einen Google Analytics Admin-Account verknüpfen, wird automatisch der Traffic aller enthalten Accounts analysiert.

Bedanken mochte ich mich noch bei den aktiven Teilnehmer der deutschen Pinterest Gruppe auf Facebook. Ohne Euch wären meine Tests viel schwerer relaisierbar.

Weitere Tools & Ansätze zur Pinterest Analyse

Pinerly – bald nicht mehr nur ein Pinterest Analytics Tool

PinReach – ein Pinterest Analytics/Insights Tool

Pinfluence – ein Klout für Pinterest & Analytics Daten

Repinly – Pinterest Statistik

Pinterest: Tracking von Pins der eigenen Website mit Google Analytics

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Anforderungen an Pinterest Analytics & Monitoring

4 Comments
  • Wieder ein super Artikel und Danke für die Erwähnung meiner Pinterestgruppe auf Facebook!

  • […] Datenonkel stellt Pintics, ein Analysetool für Pinterest […]

  • […] und, wenn bewertete Conversions erreicht wurden, die induzierten Sales sehen” ,schreibt dazu Datenonkel Andreas Werner und sieht darin “das, was man sich für Social Media […]

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